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Lee wehrt sich gegen Kritik und will weitermachen

Volleyball-Bundestrainer Hee Wan Lee kann trotz des EM-Debakels die Kritik an seiner Person nicht nachvollziehen und will weiterhin im Amt bleiben. Zudem sieht Lee deutliche viele Fehler bei den einzelnen Bundesligisten.

Volleyball-Bundestrainer Hee Wan Lee will trotz des historischen Debakels seiner Mannschaft bei der Europameisterschaft weitermachen und setzt sich die WM 2006 als großes Ziel. "Das war ein Jahr des Umbruchs, mehr war mit diesem Team nicht drin. Natürlich möchte ich das Nationalteam auf die WM 2006 vorbereiten", sagte der seit 1999 amtierende Südkoreaner nach dem elften Platz in Kroatien.

Verbandschef Werner von Moltke hatte zuvor erklärt, dass er das gesamte Konzept inklusive Hee Wan Lee auf den Prüfstand stellen wolle: "Mir fehlt das Feuer in der Mannschaft." Eine Entscheidung über mögliche Konsequenzen soll nach dem Treffen mit den Bundesliga-Trainern in der übernächsten Woche fallen, schließlich geht es bei der WM in Japan auch um Fördergelder.

Lee gibt Bundesligisten eine Mitschuld

Lee sieht keine Fehler in seiner Arbeit und gibt stattdessen den Bundesligisten eine Mitschuld: "Die Ausbildung in den Vereinen und die Kooperation mit mir sind nicht so gut. Die Mädchen spielen auf der falschen Position oder zu wenig." Der deutsche Volleyball habe aufgrund seiner Talente eine gute Zukunft, aber nur wenn eine bessere Volleyball-Ausbildung gewährleistet sei: "Ansonsten sieht es düster aus."

Lee will in den kommenden Monaten zum Beispiel beim Bundesligisten in Suhl die Zuspielerin Nadja Jenzewski trainieren. Der Südkoreaner regt nach dem Erfolgsmodell des deutschen Herren-Nationalteams zudem an, dass mehr Spielerinnen zu Vereinen im Ausland wechseln.

Spielführerin Angelina Grün spricht sich für einen Verbleib Lees auf dem Bundestrainer-Posten aus, fordert aber Veränderungen: "Zum einen brauchen wir im nächsten Jahr mehr Vorbereitungszeit auf die WM, zum anderen müssen auch wirklich die besten Spielerinnen in der Auswahl spielen. Da gibt es keine Ausreden."

Bei der EM hatten Schlüsselspielerinnen wie Zuspielerin Tanja Hart oder die Angreiferinnen Margarethe Kozuch oder Atikaa Bouagaa aus unterschiedlichen Gründen gefehlt. Der in der Kritk stehende Chefcoach plant mit dem Trio: "Ansonsten haben wir international nichts zu suchen."

© SID

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