Leichtathletik
Diamond League soll Leichtathletik neuen Glanz geben

Seit Jahren kämpft die Leichtathletik gegen zurückgehende Sponsoringgelder und schrumpfende Fernsehzeiten. Die Wende soll nun eine Reform bringen: Der Leichathletik-Weltverband IAAF ersetzt seine bisherige Top-Serie „Golden League“ durch die „Diamond League“. Über den Nutzen scheiden sich jedoch die Geister.

HAMBURG. Gerhard Janetzky stehen dieser Tage Sorgenfalten auf der Stirn. Der geschäftsführende Gesellschafter des Leichtathletik Golden League Meetings Istaf in Berlin steht mit seinem Event vor einer ungewissen Zukunft. Die aktuellen TV-Verträge mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF laufen nach dieser Saison ebenso aus wie der Kontrakt mit Hauptsponsor Deutsche Kreditbank.

Doch es gibt Hoffnung - in Form einer neuen Meetingserie, in die der Berliner ab nächster Saison einsteigen könnte. Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) will mit neuer Struktur und neuem Konzept Medienanstalten und Sponsoren wieder verstärkt von Laufen, Springen und Werfen überzeugen - das Ganze natürlich weltweit. Was auch nötig scheint, schließlich kämpft die olympische Kernsportart seit Jahren gegen zurückgehende Sponsoringgelder und schrumpfende Fernsehzeiten an.

Die Wende soll nun eine Reform der bestehenden Wettkampfserien bringen. Eine neue Weltserie namens "Diamond League" wird künftig im Mittelpunkt des internationalen Wettkampfkalenders stehen. Verträge sind bereits mit zwölf von 15 der künftigen Ausrichterstädte unterzeichnet. Die Zusage aus Berlin steht noch aus.

Janetzky muss sich entscheiden, ob er als Veranstalter auf den Zug aufspringen will. Denn mit oder ohne IAAF-Meeting in Deutschland - die rein europäisch ausgerichtete Golden League mit ihren sechs Wettbewerben hat ab nächster Saison auf jeden Fall ausgedient - das Konzept der IAAF steht fest.

Ab dem nächsten Jahr werden nur noch die "wichtigsten 32 Leichtathletik-Disziplinen" zur Austragung kommen. Dabei wird bei jedem Event ein Preisgeld von 416 000 Dollar ausgeschüttet. Zudem bekommt der Saisonbeste einer Disziplin einen vier Karat schweren Diamanten im Wert von 80 000 Dollar.

Der Weltverband will für die neue Serie die größten Stars der Szene zentral verpflichten. "Wir müssen mehr als zweimal im Jahr Usain Bolt gegen Asafa Powell im Angebot haben", sagt Sebastian Coe, IAAF-Vizepräsident.

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