Leichtathletik DM
Fitschen DM-Favorit, Dauer-Duell bei den Frauen

Bei den deutschen Meisterschaften über 10.000m in Zeulenroda (Thüringen) hat Jan Fitschen bei den Männern heute die Favoritenrolle inne. Bei den Frauen steht das Duell Irina Mikitenko gegen Sabrina Mockenhaupt an.

Im thüringischen Zeulenroda stehen heute die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften über 10.000m auf dem Programm. Dabei kommt es auch wieder zum Dauerbrenner-Duell "Miki" gegen "Mocki". Während Irina Mikitenko (Wattenscheid) und Sabrina Mockenhaupt (Köln) die WM-Norm von 31:40 Minuten knacken wollen, hat der schon für die WM in Osaka (25. August bis 2. September) qualifizierte Jan Fitschen (Wattenscheid) in Thüringen keine ernsthafte Konkurrenz. Inklusive Marathon-DM in Mainz und Düsseldorf-Marathon am Sonntag geht es für mindestens sieben Langstreckler an drei Fronten um WM-Tickets.

Vor "Miki" gegen Mocki" sagt Langstrecken-Bundestrainer Detlef Uhlemann: "Es wäre schön, wenn sie im Rennen lange zusammenbleiben und die Norm abhaken würden. Denn viele Gelegenheiten dafür gibt es nicht." Bisher gewann "Mocki", Bestzeit 31:21,28 und vor zwei Jahren Europacupsiegerin über 10.000m, über 25 Stadionrunden drei DM-Titel (2003-05) und 2004 das einzige DM-Duell mit der Rivalin. Die 5 000-m-Olympiasiebte "Miki" (Bestzeit 31:29,55) war 1998 und 2006 in "Mockis" Abwesenheit vorn.

Fitschen Favorit bei den Männern

Klarer 10 000-m-Favorit bei den Männern ist drei Tage nach seinem 30. Geburtstag der seit dem EM-Sieg (Bestzeit 28:10,94) für die WM qualifizierte Jan Fitschen. "Andre Pollmächer könnte ihn fordern. Da er jedoch erst am 8. April beim Europacup-Sieg 28:17,17 lief, will er die Norm von 28:06 Anfang Juni anpeilen", sagt Uhlemann zur Situation des Chemnitzers.

Bei der Mainzer Marathon-DM am Sonntag ist Alexander Lubina (Wattenscheid) beim Debüt über die 42,195km ein Kandidat für Osaka. Will der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) dort ein Team für die Weltcupwertung stellen, müssen laut Uhlemann bis 28. Mai drei Läufer die internationale Norm von 2:18 Stunden unterboten haben. Martin Beckmann (Leinfelden-Echterdingen) schaffte dies in 2:15:22 in Hamburg. Nach Weltverbands-Richtlinien für Osaka qualifiziert ist durch Rang zwölf auf dem schwierigen Kurs in Boston (2:19:56) der in den USA lebende letztjährige deutsche Ranglistenerste Ulrich Steidl (Hanau-Rodenbach). Carsten Eich (Düsseldorf) und Mario Kröckert (Leverkusen) wollen sich Sonntag in Düsseldorf empfehlen.

WM-Kriterien viermal erreicht

Der DLV will ein WM-Team nominieren, wenn drei Läufer in der Addition mindestens 6:52 Stunden erreichen (Teilzeiten 2:17:20), bei den Frauen 7:40 (je 2:33:20). Hier haben seit 1. August 2006 (Auftakt Normerfüllung) laut Uhlemann bereits vier die WM-Kriterien erreicht: Europameisterin Ulrike Maisch (Rostock/2:30:01 bei EM), die seit einem halben Jahr wegen einer Sprunggelenkverletzung nicht optimal trainieren kann und auch beim Hamburg-Marathon fehlte, Köln-Siegerin Luminita Zaituc (Braunschweig/2:28:24), ebenfalls 2006 Claudia Dreher (Burg) durch ihre 2:32:21 in Frankfurt (2:33:58 in Hamburg) sowie zuletzt Susanne Hahn (Saarbrücken) in 2:33:25 unter extremen Bedingungen in Paris.

In Düsseldorf hoffen die Leverkusenerinnen Melanie Kraus und Sonja Oberem auf die Norm. "Beide können es schaffen, auch wenn die Vorbereitung nicht optimal war. Melanie verlor durch einen Darmvirus Substanz. Sonja wollte fast schon aufgeben, hat jedoch zuletzt wieder gut trainiert", sagt beider Trainer Paul Heinz Wellmann. Teamkamerad Mario Kröckert traut er wie Beckmann eine Zeit um 2:15 zu.

© SID

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