Leichtathletik DM
Leichtathletik-DM steht im Fokus der WM-"Quali"

Bei der Leichtathletik-DM in Erfurt kämpfen die deutschen Athleten am Wochenende um nationale Ehren und die WM-Qualifikation. Vor allem über 400m ist für Spannung gesorgt, wenn Swillims und Gaba auf Schultz treffen.

Für Spannung ist gesorgt, wenn Deutschlands Leichtathleten am Wochenende bei den nationalen Titelkämpfen in Erfurt ihr WM-Team für Osaka formieren. Speerwurf-Europarekordlerin Christina Obergföll (Offenburg), Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch und die im Kugelstoßen ebenfalls international an Position eins geführte EM-Dritte Petra Lammert (beide Neubrandenburg) gehören zu jenen 58, die sich um den Japan-Trip nicht mehr sorgen müssen. Rund drei Dutzend andere hoffen noch auf rund zehn weitere WM-Tickets.

WM-Nominierung erfolgt am Montag

"Hinsichtlich der Teamgröße kommt es drauf an, ob sich die Frauen über 4x400 m als vierte Staffel ins Spiel bringen und ob es sonst weitere Ausfälle gibt. Aber sicher geht es an die 70 ran", sagt Cheftrainer Jürgen Mallow vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), der die WM-Mannschaft am Montag nominieren und am Dienstag veröffentlichen will. Ein 5 000-m-Läufer soll am 28. Juli im belgischen Heusden noch hinzu kommen: 10 000-m-Europameister Jan Fitschen (Wattenscheid) oder der Europacup-Zweite Arne Gabius (Tübingen).

Im Erfurter Steigerwald-Stadion fehlen nach elf Titeln seit 1992 der alternde Diskus-Star Lars Riedel (Rückenprobleme), wegen Fersensporn und Rückenproblemen Speerwurf-Europameisterin Steffi Nerius (Leverkusen) und nach Herzrhythmus-Störungen die Mannheimer Hürden-Vize-Europameisterin Kirsten Bolm (Mannheim). Doch für Glanz können neben dem Werferinnen-Trio auch sie sorgen: Der neue Hochsprung-Star Eike Onnen (Hannover/2,34), der zurückgekehrte 200-m-Rekordler Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg) sowie die reizvollen Duelle mit Stab, Kugel und im 400-m-Lauf der Männer.

Spannung im Stabhochsprung

Auch Tim Lobinger gehört zu jenen acht Athleten, die sich durch Rang 1 und zwei plus gleichzeitig erfüllter Norm beim Europacup in München für die WM qualifizierten. Drei andere Stabhochspringer haben die WM-Norm (5,70m) voll erfüllt, so dass der am Samstag 30 Jahre alt werdende Hallen-Europameister Danny Ecker, sein Leverkusener Klubkameraden Lars Börgeling oder Björn Otto (Dormagen) zu Hause bleiben muss. Doch es kann auch zwei von ihnen treffen, wenn einer der Verfolger die Hirarchie durcheinander wirbelt.

Bei den Frauen fehlt im Stabhochsprung die überragende Figur, doch die Breite ist enorm: Drei haben wie Titelverteidigerin Silke Spiegelburg (Leverkusen), Carolin Hingst (Mainz) und Julia Hütter (Bruchköbel) die Norm von 4,45m voll erfüllt, zwei weitere halb und insgesamt sieben können theoretisch Meisterin werden.

Im Kugelstoßen kommt es zu zwei reizvollen Duellen. Bei den Männern will Europacupsieger Peter Sack (Leipzig/21,00) den fünften Saisonerfolg über Europameister Ralf Bartels (Neubrandenburg/20,75) feiern, der ihn nur einmal besiegen konnte. Bei den Frauen ist die 2007 nur beim Europacup geschlagene Petra Lammert entschlossen, ihre Siegesserie gegen die Olympiazweite Nadine Kleinert (Magdeburg) fortzusetzen.

Gaba und Swillims jagen Schultz über 400m

Spannung versprechen bei den Läufen vor allem die 400m. Hier jagen Titelverteidiger Kamghe Gaba (LG Frankfurt/45,84) und Hallen-Vizeeuropameister Bastian Swillims (Wattenscheid/45,72) den wieder stärker nach vorn gekommenen Ex-Europameister Ingo Schultz (Leverkusen/45,67).

Vor allem für Wackelkandidaten im WM-Team wird es am 10. und 12. August noch einmal ernst. Bei den WM-Tests in Leverkusen und Wattenscheid kann fehlende Form noch zum Osaka-Stopp führen.

© SID

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