Leichtathletik Doping
Balachnitschjow äußert sich zum Dopingskandal

In den Skandal um sieben von der Iaaf suspendierte russische Athletinnen kommt Licht. Die Kontrollergebnisse sollen nicht übereingestimmt haben, so Verbandschef Balachnitschjow.

In den Dopingskandal um sieben vom Leichtathletik-Weltverband Iaaf suspendierte russische Athletinnen kommt Licht. "Wir sind von der Iaaf informiert worden, dass ihre Proben von Trainingskontrollen im Mai 2007 und bei der WM 2007 in Osaka nicht übereinstimmten", sagte Russlands Verbandschef Walentin Balachnitschjow der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Agentur All Sport Agency erklärte er weiter, dass die Auffälligkeiten entdeckt worden seien, als in der vergangenen Woche ein DNA-Abgleich der offenbar aufbewahrten Proben mit aktuellen Daten erfolgt war.

Betroffen sind vier Athletinnen, die bei den in einer Woche beginnenden Olympischen Spielen Gold im Visier hatten, sowie eine weitere Sportlerin, die auf eine Medaille spekulierte. Auf den Olympiasieg hofften 1 500-m-Hallenweltrekordlerin Jelena Sobolewa, die erst jüngst über 800m in 1:54,85 Minuten so schnell wie seit 1997 keine Läuferin mehr lief, Diskus-Europameisterin Daria Pischtschalnikowa sowie die frühere Hammer-Weltrekordlerin Gulfija Chanafejewa. Als Medaillenkandidatin für Peking galt die ehemalige 1 500-m-Weltmeisterin Tatjana Tomaschowa, 2004 in Athen Olympiazweite.

Auch für einen Start bei den Sommerspielen eingeplant war 1 500-m-Läuferin Julia Fomenko. Nicht qualifiziert sind dagegen Mittel- und Langstrecklerin Olga Jegorowa und Swetlana Tscherkassowa gewesen. Allen droht eine zweijährige Sperre.

Jegorowa war 2001 in der A-Probe schon einmal positiv auf das Ausdauerdopingmittel EPO getestet worden, wegen Unzuverlässigkeit des Tests jedoch nicht gesperrt worden und kurze Zeit später bei der WM in Edmonton zum 5 000-m-Titel gestürmt.

© SID

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