Leichtathletik Doping
Berufungsniederlage für US-Dopingjäger

Die US-Anti-Doping-Agentur Usada hat nach fast 40 Berufungsverfahren erstmals eine Niederlage hinnehmen müssen. Ein Schiedsgericht sprach die Sprinterin Latasha Jenkins nach einem Fehler im Testverfahren frei.

Erstmals seit ihrer Gründung 2000 musste die US-Anti-Doping-Agentur (Usada) nach fast 40 Berufungsverfahren eine juristische Niederlage einstecken müssen. Ein Schiedsgericht sprach laut US-Medien Sprinterin Latasha Jenkins frei, die am 22. Juli 2006 bei einem Leichtathletik-Sportfest in Belgien positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden war. Ihr drohte eine zweijährige Sperre.

Bei der Analyse seien Vorschriften missachtet worden, da die Untersuchung von A- und B-Probe in den Laboren in Gent und Köln vom gleichen Expertenteam vorgenommen worden sei und nicht von zwei verschiedenen, argumentierten Jenkins Anwälte, ein Rechtsprofessor und vier Jura-Studenten im vierten Studienjahr, die kostenlos für die Athletin arbeiteten. Um das Urteil anzufechten, bleibt dem Leichtathletik-Weltverband Iaaf nur der Gang vor den internationalen Sportgerichtshof CAS.

Die 29-Jährige Jenkins, 2001 über 200m Dritte der WM und Zweite der Hallen-WM, war seit August 2006 suspendiert. Sie wurde einst von Trainer Trevor Graham betreut, von dem bereits fast ein Dutzend Athleten positiv getestet worden sind, darunter Ex-100-m-Weltrekordler Justin Gatlin. Graham muss sich gerade vor einem US-Gericht wegen Meineids im Skandal um das kalifornische Balco-Labor verantworten.

© SID

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