Leichtathletik Doping
Dopingfall bei Leichtathletik-Meeting in Leipzig

Die Organisatoren des Hallenmeetings in Leipzig sind zehn Monate nach ihrer Veranstaltung vom Dopingfall der 400-m-Siegerin Christy Ekpukhon überrascht worden.

Die Organisatoren des Hallenmeetings der Leichtathleten in Leipzig sind zehn Monate nach ihrer Veranstaltung von einem Dopingfall überrascht worden. Der Weltverband Iaaf teilte mit, dass die Leipziger 400-m-Siegerin Christy Ekpukhon während des Wettkampfes positiv auf das anabole Steroid Metenolon getestet worden ist und jetzt für zwei Jahre bis März 2010 gesperrt wurde.

"Das höre ich zum ersten Mal", erklärte Meetingdirektor Knut Iwan auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes: "Wir werden jetzt prüfen, welche rechtlichen Mittel wir haben und ob wir Regressforderungen stellen können."

Vorgehen "sehr undurchsichtig"

Zwölf Tage nach ihrem Sieg am 17. Februar 2008 in Leipzig hatte Ekpukhon auch das Rennen in Chemnitz gewonnen. Danach bestritt sie noch den Vorlauf bei der Hallen-WM in Valencia, ehe sie laut ihres damaligen Managers Oliver Topueth (München) von dem Dopingfund informiert wurde und nicht mehr antrat. Die 23-Jährige hatte sich beim ASC Düsseldorf auf die Wintersaison 2008 vorbereitet.

Verwunderlich ist, dass die Leipziger Organisatoren bislang nicht offiziell von dem Dopingfall informiert worden sind, obwohl sie für die Finanzierung der Kontrollen zuständig waren. "Es gab keine Rückmeldung, das ist sehr undurchsichtig", kritisiert Iwan.

Krebs kann sich "nicht erinnern"

Dagegen sagt Manager Topueth, der im Frühjahr die Zusammenarbeit mit Ekpukhon einstellte, er habe den in Leipzig für die Athletenverpflichtung zuständigen Joachim Krebs bereits im April über den Fall informiert. Dem hält Krebs entgegen: "Daran kann ich mich nicht erinnern."

© SID

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