Leichtathletik Doping
Ex-Wada-Chef Pound setzt sich für Chambers ein

Ex-Wada-Chef Dick Pound hat sich für den Start von Dwain Chambers bei den Spielen 2012 ausgesprochen. Der Sprinter ist nach einer Regel des britischen NOK für Olympia gesperrt.

Der ehemalige Wada-Chef Dick Pound ist Ex-Doper Dwain Chambers zur Seite gesprungen und hat sich für den Start des Weltklasse-Leichtathleten bei den Sommerspielen 2012 in London ausgesprochen. "Er hat seine Strafe verbüßt", sagte Pound dem Internetportal Insidethegames.com. "Wenn das Urteil laut Welt-Anti-Doping-Code zwei Jahre waren und Großbritannien den Wada-Code konsequent umsetzt, ist dies die einzig zulässige Strafe.

Der Hallen-Vizeweltmeister über 60m darf wie alle anderen ehemaligen Dopingsünder nach einer Regel des Britischen NOK nicht mehr bei Olympia starten. Im Vorjahr war er beim Versuch gescheitert, sein Startrecht vor dem britischen High Court einzuklagen. Auch die Vereinigung der Euromeetings, der größten europäischen Leichtathletik-Veranstalter, lässt ihn nicht mehr laufen, weshalb Chambers auf kleinere Meetings ausweicht.

Das Nationaltrikot seines Heimatlandes trägt er trotz aller Probleme aber weiter. So wie am kommenden Wochenende bei der Team-EM im portugiesischen Leiria. Allerdings nur im Einzelrennen. Bei solch einer Gelegenheit verbesserte er im März in Turin den Hallen-Europarekord über 60m und wurde Hallen-Europameister. In Staffeln wird der dagegen nicht mehr berücksichtigt.

Chambers war im Zusammenhang mit dem Balco-Skandal mit der Designerdroge THG erwischt und von November 2003 bis November 2005 gesperrt worden.

© SID

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