Leichtathletik Doping
Franke überraschen positive Tests nicht

Dopingjäger Werner Franke findet die fünf positiven Dopingtests bei Jamaikas Sprintern nicht überraschend. "Da unten steppt der Bär", sagte der Heidelberger Molekularbiologe.

Dopingjäger Professor Werner Franke ist von den fünf positiven Dopingproben bei Jamaikas Sprintern nicht überrascht worden. "Da unten steppt der Bär, das ist doch schon lange bekannt", sagte der Heidelberger Molekularbiologe am Sonntag dem Sport-Informations-Dienst (SID). "Es ist klar, dass man da was findet, wenn man genau hinschaut."

Dass es nur Athleten aus der zweiten Reihe erwischt habe, hätte nichts zu bedeuten. "Manche sind halt besser eingestellt als andere", meinte Franke und warnte davor, die Bedeutung der Fälle herunterzuspielen, nur weil nicht die erste Garde wie Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt betroffen sei. "Die bislang genannten Namen gehören zum Teil zur Weltklasse."

In Saisonaufsteiger Yohan Blake (19) und Marvin Anderson (27) sollen zwei Klubkollegen von Weltrekordler Usain Bolt bei den nationalen Meisterschaften Ende Juni in Kingston in der A-Probe positiv auf ein Stimulans getestet worden sein. Nach Informationen des Jamaica Observers handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Gruppe der Methylxanthine, die in vielen Erkältungsmitteln sind.

Außerdem wurden die 400-m-Läufer Lanceford Spence (26) und Allodin Fothergill (22) sowie 100-m-Sprinterin Sheri-Ann Brooks (26), Vize-Weltmeisterin mit Jamaikas 4x100-m-Staffel bei der WM 2007 in Osaka, erwischt.

© SID

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