Leichtathletik Doping
Fraser für sechs Monate gesperrt

100-m-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser aus Jamaika ist nach ihrer positiven Dopingprobe von der Iaaf für sechs Monate gesperrt worden.

Mildes Urteil für Shelly-Ann Fraser: Die 100-m-Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus Jamaika ist nach ihrer positiven Dopingprobe vom Leichtathletik-Weltverband Iaaf für sechs Monate gesperrt worden. Die Sperre gilt rückwirkend und endet somit am 7. Januar 2011. Die 23-Jährige war im Mai beim Diamond-League-Meeting in Shanghai positiv auf das auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) stehende Schmerzmittel Oxycodon getestet worden.

Der Leichtathletik-Weltverband Iaaf folgte mit der reduzierten Sperre einem Antrag des jamaikanischen Verbandes Jaaa, der auf "widrige und nicht von der Athletin zu verantwortende Umstände" hingewiesen und darum gebeten hatte, auf die Höchststrafe in Form einer Zweijahressperre zu verzichten.

Fraser war wegen starker Zahnschmerzen im Mai in Kingston/Jamaika zum Arzt gegangen. Dieser hatte ihr ein Schmerzmittel gegeben, das aber nicht half. Deshalb hatte sie sich in Shanghai ein zusätzliches Medikament besorgt und war dann schmerzfrei genug, um bei dem Meeting zu starten.

Die Jamaikanerin hatte bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die 100 m in 10,78 Sekunden gewonnen. Ein Jahr später wurde Shelly-Ann Fraser in Berlin in persönlicher Bestzeit von 10,73 Weltmeisterin.

© SID

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