Leichtathletik Doping
Freispruch für WM-Dritte Sun Yingjie

Ein Geständnis ihres Trainingsgefährten Yu Haijiang hat der WM-Dritten Sun Yingjie vorerst die Haut gerettet. Yu gab zu, der unter Dopingverdacht stehenden Leichtathletin ein Steroid in den Saft gemischt zu haben.

Sun Yingjie darf vorerst aufatmen: Die frühere WM-Dritte aus China ist nach einem spektakulären Geständnis ihres Trainingsgefährten Yu Haijiang vom Verdacht des wissentlichen Dopings freigesprochen worden. Yu gestand vor einem Gericht in Peking, den Kiwi-Saft der Leichtathletin mit dem Steroid Androsteron manipuliert zu haben. "Ich wollte Sun Yingjie nur helfen, weil sie mein Idol ist", wird Yu von der chinesischen Nachrichten-Agentur Xinhua zitiert. Er habe aber nicht gewusst, dass die Substanz verboten ist.

Sperre noch nicht außer Kraft

Der chinesische Leichtathletik-Verband will jetzt noch einmal den Fall Sun aufarbeiten. Die Sperre sei aber noch nicht außer Kraft gesetzt, betonte der Verband auf seiner Internetseite. "Ungeachtet der Gründe, es bleibt der Fakt, dass Sun Yingjie in A- und B-Probe positiv getestet wurde. Und das ist das Entscheidende bei unserer letzten Entscheidung", erklärte Zhang Yongliang, ein Anti-Doping-Beauftragter des chinesischen Leichtathletik-Verbandes.

Hoffnung für Peking 2008

Die 26 Jahre alte Sun war im Oktober nach ihrem zweiten Platz bei den nationalen Meisterschaften über 10.000m in A- und B-Probe des Dopings überführt und daraufhin für zwei Jahre gesperrt worden. Sie gilt als eine der vielen Hoffnungen Chinas für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Ihr bislang größter Erfolg war der dritte Platz bei der WM in 2003 in Paris über ihre Spezialstrecke 10.000m.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%