Leichtathletik Doping
Gatlin fechtet seine Dopingsperre an

Justin Gatlin hat bei einer Anhörung im Rahmen einer Verhandlung über seine achtjährige Dopingsperre wieder angegeben, niemals bewusst gedopt zu haben. Der Olympiasieger über die 100m hofft weiter auf eine Begnadigung.

Acht Jahre Sperre lautete das Urteil gegen Justin Gatlin, nachdem der Amerikaner im vergangenen Jahr zum wiederholten Male des Dopings überführt worden war. Nun wird der Fall neu verhandelt. Der 100-m-Olympiasieger beteuerte bei einer Anhörung vor einem US-Schiedsgericht, niemals wissentlich gedopt zu haben und kämpft damit weiter um seine Karriere. Das erklärte sein Anwalt John Collins nach Abschluss der dreitägigen Verhandlung in Atlanta: "Justin hat ausgesagt und seine Geschichte erzählt."

Co-Weltrekordler Gatlin kämpft um eine Reduzierung der Sperre, um nochmal auf die Laufbahn zurückkehren zu können. Denn bei deren momentan vorgesehenem Ende im Juli 2014 wäre er mit 32 zu alt für ein erfolgversprechendes Comeback Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, könne er nicht sagen, meinte Collins.

"Es war keine Spritze"

Insgesamt hätten neben Gatlin sieben Zeugen ausgesagt, zu denen auch der Masseur Chris Whetstine und Jeff Novitzky, Chefermittler im Balco-Dopingskandal zählten, sagte Collins.

Novitzky habe über Gatlins Kooperation im Balco-Verfahren berichtet und gesagt, er habe keinen Beweis dafür, dass Gatlin jemals wissentlich gedopt oder Dopingmittel von anderen erhalten habe. Wie das Mittel in Gatlins Körper gelangt sei, habe nicht geklärt werden können: "Es war keine Spritze, und es geschah auch nicht oral. Also kann es nur über die Haut passiert sein", berichtete Collins.

Drohender Verlust des Weltrekords

Gatlin war im April 2006 bei den Kansas Relays positiv getestet und im August vergangenen Jahres von der US-Anti-Doping-Agentur (Usada) für acht Jahre gesperrt worden.

Wird der US-Amerikaner nicht freigesprochen, ist er den 100-m-Weltrekord von 9,77sekunden los, den er im Mai 2006 in Doha erzielt hatte. Mit dieser Zeit stellte Gatlin die Bestmarke des Jamaikaner Asafa Powell ein.

Gatlin war schon 2001 positiv auf Amphetamine getestet worden, die in einem Medikament enthalten waren, das er zehn Jahre lang gegen ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom genommen hatte. Der Leichtathletik-Weltverband Iaaf halbierte damals seine Zwei-Jahres-Sperre, weil er nicht bewusst gedopt habe.

© SID

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