Leichtathletik Doping
Gatlin will Acht-Jahres-Sperre reduzieren

Nach der gegen ihn verhängten Acht-Jahres-Sperre wegen wiederholten Dopings bemüht sich Olympiasieger Justin Gatlin um die Fortsetzung seiner Karriere. "Ich vertraue dem System", zeigt sich der 24-Jährige optimistisch.

Olympiasieger Justin Gatlin kämpft um seine Karriere. Nachdem die US-Anti-Doping-Agentur (Usada) den 100-m-Läufer wegen erneuten Dopings mit einer achtjährigen Sperre versehen hat, bemüht sich der 24-Jährige um eine Reduzierung der Strafe. "Ich vertraue dem System und bin sicher, dass ich wieder laufen darf", zeigt sich Gatlin kämpferisch.

Es war Gatlins erste öffentliche Stellungnahme zur Entscheidung der Usada vom Dienstag, ihn für acht Jahre aus dem Verkehr zu ziehen. Gatlin will nun gegen die Entscheidung vor einem Schiedsgericht der American Arbitration Association (AAA) vorgehen, der zweite und letzte Schritt wäre dann der Weg zum Internationale Sportgerichtshof in Lausanne (CAS).

Bereits 2001 war der Weltmeister positiv auf Amphetamine getestet worden, weshalb ihm nun sogar eine lebenslange Sperre drohte. Diese konnte er durch die Anerkennung des Testergebnisses und die Zusage zur Zusammenarbeit mit der Usada abwenden.

"Habe niemals wissentlich Dopingmittel genommen"

"Ich erwarte, dass sich die ganze Angelegenheit in meinem Sinne erledigt", schrieb der Weltmeister in seiner Erklärung. "Ich habe niemals wissentlich Dopingmittel genommen oder jemanden erlaubt, mir welche zu verabreichen. Betrug widerstrebt meinem Wesen als Sportler und meiner Persönlichkeit."

Derweil hat Gatlins Ausrüster Nike den Vertrag mit ihm und seinem ebenfalls ins Zwielicht geratenen Coach Trevor Graham ausgesetzt, sagte Unternehmens-Sprecher Dean Stoyer der Nachrichtenagentur Reuters. Graham hat inklusive Gatlin bis zu elf Athleten betreut, die als Doper enttarnt worden sind. Gegen ihn ermitteln Usada und Leichtathletik-Weltverband Iaaf.

Die Iaaf befürchtet unterdessen, die jüngsten Dopingfälle wie der von Gatlin und der dreifachen Sydney-Olympiasiegerin Marion Jones, die einst ebenfalls von Graham trainiert wurde, könnten Auswirkungen auf das Interesse der Sponsoren an der Leichtathletik haben. "Ich befürchte negative Auswirkungen auf Seiten der Sponsoren, aber nicht so sehr bei den Zuschauern", sagte ein Iaaf-Vertrauter der Nachrichtenagentur AFP.

© SID

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