Leichtathletik Doping
IOC verschiebt Entscheidung über Dopingsperren

Das IOC hat die Entscheidung über die Dopingsperren der beiden weißrussischen Hammerwurf-Olympiamedaillengewinner vertagt. Im Falle einer Sperre würden die Medaillen neu vergeben.

Die unter Dopingverdacht stehenden weißrussischen Olympiamedaillengewinner im Hammerwurf, Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon, haben noch bis 17. Oktober Zeit, dem IOC Erklärungen für ihre positiven Tests zu liefern. Die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) unter Vorsitz von Thomas Bach vertagte am Sonntag in Lausanne nach Anhörung des Duos die Entscheidung in ihrem Fall. Beide waren nach dem Finale der Sommerspiele in Peking am 17. August positiv auf das männliche Sexualhormon Testosteron getestet worden.

Auch Entscheidung über polnischen Kanuten

Dagegen wird es im Fall des polnischen Rennkanuten Adam Seroczynski bereits am 8. Oktober eine Entscheidung geben. Der Olympiavierte im Zweier-Kajak über 1000m war bei Olympia mit dem anabolen Steroid Clenbuterol erwischt worden. Dem 34-Jährigen droht wie dem 32 Jahre alten dreimaligen Leichtathletik-Weltmeister Tichon (2003, 2005 und 2007) eine zweijährige Sperre. Dagegen wäre der 31-jährige Dewjatowski, Vize-Weltmeister von 2005, ein Wiederholungstäter und muss einen lebenslangen Bann fürchten.

Sollte das IOC den Argumenten der Hammerwerfer nicht folgen, würden sie nachträglich disqualifiziert und die Medaillen neu vergeben. Silber hinter dem Slowenen Primoz Kozmus erhielte der eigentlich viertplatzierte Ungar Krisztian Pars, Bronze der Japaner Koji Murofushi, Olympiasieger von Athen 2004. Der Leverkusener Markus Esser würde vom neunten auf den siebten Rang vorrücken.

Insgesamt 15 Dopingfälle in Peking

Insgesamt gab es in Peking 15 Dopingfälle, sechs bei Pferden, neun bei Athleten. Noch nicht alle sind abschließend entschieden. Bisher wurden drei Medaillen aberkannt. Siebenkampf-Silber von Ludmilla Blonska (Ukraine) und Silber von Kim Jong-Su (Nordkorea) mit der freien Pistole sowie sein mit der Luftpistole gewonnenes Bronze.

© SID

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