Leichtathletik Doping
Jones muss WM-Silber an Thanou abtreten

Der Weltverband Iaaf hat der Griechin Ekaterina Thanou die Silbermedaille von der WM 2001 nachträglich zugesprochen, nachdem Marion Jones des Dopings überführt wurde.

Sieben Jahre nach der Entscheidung auf der Bahn in Edmonton wird die Silbermedaille der Leichtathletik-WM noch einmal neu vergeben. Die umstrittene griechische Sprinterin Ekaterina Thanou hat nachträglich das 100-m-Silber der des Dopings überführten Marion Jones (USA) von 2001 erhalten. Nach dieser Entscheidung des Leichtathletik-Weltverbandes Iaaf muss nun das Internationale Olympische Komitee (IOC) darüber befinden, ob Thanou nachträglich auch das 100-m-Gold von Olympia 2000 erhält. Nach Aberkennung der fünf Sydney-Olympiasiege von Marion Jones hatte die IOC-Exekutive die Entscheidung über die Neuvergabe im Dezember 2007 in Lausanne vertagt.

Iaaf-Sprecher Nick Davis meinte zur Vergabe des WM-Silbers an die Griechin, die hinter Überraschungssiegerin Schanna Block (Ukraine) und Jones WM-Dritte geworden war, seinem Verband seien die Hände gebunden gewesen: "Rechtlich gesehen hatten wir keine andere Wahl. Es gab keinen Beweis für Dopingvergehen von Thanou in der fraglichen Zeit."

Thanou war 2004 für zwei Jahre gesperrt worden, weil sie sich unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Athen gemeinsam mit Sprinter Kostas Kenteris einer Dopingkontrolle entzogen hatte. Jones, die wegen Falschaussagen über ihre Dopingpraxis derzeit eine sechsmonatige Haftstrafe verbüßt, waren nach ihrem Geständnis rückwirkend alle Erfolge bis ins Jahr 2000 aberkannt worden.

© SID

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