Leichtathletik Doping
Montgomery beendet Karriere nach Dopingbann

Sprint-Ass Tim Montgomery hat sich nach seinem Dopingbann für ein sofortiges Karriereende entschieden. Zudem weigert sich der 30-Jährige, seine Preisgelder an den Weltverband Iaaf zurückzuzahlen

Der frühere 100-m-Weltrekordler Tim Montgomery hat seine Karriere beendet. Damit zieht der US-Amerikaner die Konsequenzen aus dem gegen ihn auferlegten Dopingbann. Einen Tag, nachdem ihn der internationale Sportgerichtshof CAS zu zwei Jahren Sperre bis 6. Juni 2007 verurteilt hatte, erklärte der im Januar 31 Jahre alt werdende Lebenspartner der dreimaligen Olympiasiegerin Marion Jones seinen Rücktritt.

"Ich habe damit abgeschlossen", erklärte Montgomery in seinem Domizil in Hampton/US-Bundesstaat Virginia. Er versicherte, er werde die vom Leichtathletik-Weltverband Iaaf geforderten Preisgelder nicht zurückzahlen. "Vergesst das, erst recht, wenn man sieht, auf welche Art man mich suspendiert hat. Wäre ich positiv getestet worden, würde ich jeden Penny zurückzahlen."

Urteil basiert auf Indizien und Unterlagen

Das Urteil basiert auf Indizien und Unterlagen des Dopinglabors Balco in Kalifornien. Dort war offenbar dokumentiert, dass Montgomery seit dem Jahr 2000 in ein weitreichendes Doping-Programm eingebunden war. Ziel war es damals, dass er den 100-m-Weltrekord brechen sollte, was im September 2002 in Paris mit 9,78 Sekunden gelang.

Montgomery war wie die gleichlang von den Wettkampfbahnen verbannte Staffel-Olympiasiegerin Chrystie Gaines (34) nie positiv getestet worden. Auch für Gaines bedeutet die Sperre praktisch das Karriere-Ende.

Montgomery, Staffel-Olympiasieger von Sydney 2000 und 4x100-m-Zweiter von Atlanta 1996, hatte seine Medaillen vor dem Weltrekord gewonnen. 1999 war er WM-Zweiter und 1997 WM-Dritter über 100 m und 2001 Zweiter der Hallen-WM.

© SID

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