Leichtathletik Doping: Russland will härter gegen Doping-Sünder vorgehen

Leichtathletik Doping
Russland will härter gegen Doping-Sünder vorgehen

Der russische Sportverband hat erklärt, in den nächsten Wochen eine nationale Antidoping-Agentur ins Leben zu rufen. Wenn in Zukunft Sportler überführt werden, sollen sie vier anstatt zwei Jahre gesperrt werden.

Russland strebt einen härteren Anti-Dopingkampf an. Sportminister Wjatscheslaw Fetisow kündigte für Anfang Februar die Gründung einer nationalen Antidoping-Agentur (Rusada) an. Sie werde "völlig unabhängig" und für das gesamte Spektrum des Antidopingkampfes zuständig sein, sagte der Eishockey-Olympiasieger, der auch Vorsitzender der Athletenkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada ist.

Zugleich erklärte der russische Leichtathletik-Verband, gedopte Athleten würden künftig vier statt bisher zwei Jahre gesperrt und die Anzahl der Kontrollen auf verbotene Substanzen solle auf 2000 pro Jahr verdoppelt werden.

Verbandspräsident Walentin Balachnitschew erklärte in Moskau, alle Mitglieder der Nationalmannschaften würden kontrolliert, bevor sie zu Wettkämpfen bzw. Trainingslagern ins Ausland reisen. Des Dopings überführte Athleten sollen in den beiden letzten Jahren ihrer Sperre monatlich kontrolliert werden. Werden sie nicht von den Dopingfahndern angetroffen, verlängert sich ihre Suspendierung automatisch um zwei weitere Jahre.

Alle Details werden in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten, die nicht nur Athleten, sondern auch Trainer, Ärzte und Physiotherapeuten unterzeichnen sollen. Wer nicht unterschreibt, soll keinen Platz in der Nationalmannschaft haben.

Viele Sperren bei Hammerwerferinnen

Vor allem im Hammerwurf der Frauen hatte es spektakuläre Dopingfälle gegeben. 2007 waren Weltrekordlerin Tatjana Lysenko und Jekaterina Choroschich suspendiert worden, in diesem Jahr die frühere Weltrekordlerin Gulfija Chanafejewa nach positiver Probe vom Oktober 2007.

Am Donnerstag war der russische Sport erneut in die Schlagzeilen geraten, als der Welt-Ruderverband Fisa bekanntgab, dass sieben russische Athleten innerhalb eines Jahres wegen Dopings gesperrt worden sind.

© SID

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