Leichtathletik Doping
Schäuble begrüßt Schritt von fünf Ex-Trainern

Nachdem fünf ehemalige Leichtathletik-Trainer ihre Verstrickung in das DDR-Doping-System zugegeben haben, hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble deren Entschuldigung begrüßt.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat die Geständnisse von fünf ehemaligen Leichtathletik-Trainern begrüßt, die sich am Montag für ihre Beteiligung am Dopingsystem der DDR entschuldigt haben. Ihre vom Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) verbreitete Erklärung sei ein "Signal für die Übernahme von Mitverantwortung für das seinerzeitige systembedingte Doping und ein Beitrag zum Dialog mit den Opfern", heißt es in einer Pressemitteilung des BMI.

Doping habe es in beiden Teilen Deutschlands gegeben. "Wir sollten uns daher hüten, mit dem Finger auf den jeweilig anderen Teil zu zeigen", sagte der CDU-Politiker. Es sei an der Zeit, dass Deutschland auch im Sport zusammenwachse und deshalb die Fehlleistungen als eigene verstanden würden. "Dazu gehört im Leistungssport auch die gemeinsame Aufarbeitung der Dopingfälle in Ost und West. Unterschiede darf es hier nicht geben."

Ob die fünf Betroffenen weiter ihrer Tätigkeit als Bundestrainer nachgehen könnten, müsse der Sport entscheiden. Sowohl Dosb als auch Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV) haben sich bereits dazu bekannt. "Dies nehme ich zur Kenntnis und sehe keine Veranlassung zu einer anderen Entscheidung", meinte Schäuble.

© SID

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