Leichtathletik Doping
US-Staffel verliert Gold nach Doping-Eklat

Der Doping-Skandal um US-Sprinter Tim Montgomery hat auch für seine ehemaligen Staffel-Kollegen unangenehme Folgen. Die Goldmedaille des US-Quartetts bei der WM 2001 in Edmonton wurde vom Weltverband Iaaf aberkannt.

Die 4x100m-Staffel der USA darf sich nicht mehr Weltmeister von 2001 nennen. Nach der Dopingsperre gegen Ex-100m-Weltrekordler Tim Montgomery hat der Leichtathletik-Weltverband Iaaf dem Sprint-Quartett Südafrikas die WM-Goldmedaille der Titelkämpfe 2001 zugesprochen. Bei der WM in Edmonton hatten die Südafrikaner den zweiten Platz hinter den USA mit Montgomery belegt. Silber geht nun an den damaligen Dritten Trinidad und Tobago, Bronze bekommt nachträglich die australische Staffel.

Montgomery war im Dezember 2005 vom internationalen Sportgerichtshof CAS zu zwei Jahren Sperre bis zum 6. Juni 2007 verurteilt worden. Zudem wurden seine erzielten Ergebnisse seit März 2001 annulliert. Der Lebenspartner der dreimaligen Olympiasiegerin Marion Jones hatte daraufhin seinen Rücktritt erklärt.

Er wurde allerdings nie positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Das Urteil basierte auf Indizien und Unterlagen des Dopinglabors Balco in Kalifornien. Dort war offenbar dokumentiert, dass Montgomery seit dem Jahr 2000 in ein weitreichendes Doping-Programm eingebunden war. Ziel war es damals, dass er den 100m-Weltrekord brechen sollte, was ihm im September 2002 in Paris mit 9,78 Sekunden auch gelang.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%