Leichtathletik Doping
Weißrussische Werfer verlieren Peking-Medaillen

Weißrusslands Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon sind bei den Spielen in Peking gewonnenen Medaillen wegen Dopings aberkannt worden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den beiden weißrussischen Hammerwurf-Olympiamedaillengewinnern Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon ihre in Peking gewonnen Medaillen wegen Dopings aberkannt. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) strich das Duo aus den Ergebnislisten. Dewjatowski, der als Wiederholungtäter zudem lebenslang von Olympia ausgeschlossen wurde, hatte Silber gewonnen, der dreimalige Weltmeister Tichon Bronze.

Die beiden waren nach dem Hammerwurf-Finale am 17. August positiv auf das männliche Sexualhormon Testosteron getestet worden. Neuer Silbermedaillengewinner hinter dem Slowenen Primoz Kozmus ist der ursprünglich viertplatzierte Ungar Krisztian Pars. Bronze bekommt der Japaner Koji Murofushi, Olympiasieger von Athen 2004. Der Leverkusener Markus Esser rückt auf Rang sieben vor.

Der Leichtathletik-Weltverband Iaaf wurde aufgefordert, weiterführende Sanktionen gegen das Duo zu verhängen. Dewjatowski steht vor einem lebenslangen Bann, Tichon muss voraussichtlich zwei Jahre pausieren.

Aus den Ergebnislisten von Peking wurde auch der polnische Rennkanut Adam Seroczynski gestrichen , der Platz vier im Zweier-Kajak über 1 000 m mit seinem Partner Mariusz Kujawsk belegt hatte. Seroczynski wurde die Einnahme des anabolen Steroids Clenbuterol nachgewiesen.

Insgesamt gab es bei den Sommerspielen 15 Dopingfälle, sechs bei Pferden, neun bei Athleten. Dabei wurden bislang fünf Medaillen aberkannt. Vor Dewjatowski und Tichon hatten Siebenkämpferin Ludmilla Blonska (Ukraine) ihr silbernes Edelmetall und Sportschütze Kim Jong-Su (Nordkorea) seinen zweiten Platz mit der freien Pistole sowie sein gewonnenes Bronze mit der Luftpistole wieder hergeben müssen.

© SID

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