Leichtathletik Doping
Weltrekord nach Pettigrews Geständnis annulliert

Nach dem Dopinggeständnis von Antonio Pettigrew hat der Leichtathletik-Weltverband Iaaf reagiert und den 4x400-m-Weltrekord der US-Männer vom 22. Juli 1998 annulliert.

Der 4x400-m-Weltrekord der US-Männer, aufgestellt am 22. Juli 1998 in Uniondale/US-Bundesstaat New York, wird nicht länger in den Rekordbüchern geführt. Nachdem Antonio Pettigrew die Einnahme von Dopingmitteln gestanden hatte, reagierte der Leichtathletik-Weltverband Iaaf und annullierte den Rekord (2:54,20 Minuten), den Pettigrew an der Seite von Jermon Young, Michael Johnson und Tyree Washington erzielte.

Stattdessen gelten nun die 2:54,29 Minuten von der WM 1993 in Stuttgart, die damals ebenfalls eine US-Staffel mit Andrew Valmon, Qunicy Watts, Butch Reynolds und Michael Johnson aufstellte.

"Die Iaaf setzt ihren Kampf gegen Doping konsequent fort", sagte Weltverbands-Präsident Lamine Diack: "Wir senden die klare Botschaft, dass Doping nicht toleriert wird." Zudem erklärte der Senegalese, auch Rekorde aus den 70er Jahren abzuerkennen, wenn Athleten unter Eid Dopinggeständnisse ablegen.

Alle Ergebnisse bis 1997 gestrichen

Der ehemalige Einzel-Weltmeister Pettigrew (1991) hatte im Prozess gegen seinen Ex-Trainer Trevor Graham Doping mit Wachstumshormonen und dem Ausdauermittel Epo bis zurück ins Jahr 1997 gestanden. Alle seine Ergebnisse wurden daraufhin durch die US-Anti-Doping-Agentur (Usada) rückwirkend bis einschließlich 1997 gestrichen. Die Iaaf hat bislang nur über die Annullierung des Rekordes entschieden. Die Streichung der Ergebnisse und die Rückforderung von Prämien steht auf einer der nächsten Council-Sitzungen an.

Nach Pettigrews Geständnis hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) der US-Staffel bereits die Olympia-Goldmedaille von Sydney 2000 aberkannt. Über die Neuvergabe ist indes noch nicht entschieden, wahrscheinlich geht der Titel an die ursprünglich zweitplatzierten Nigerianer.

© SID

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