Leichtathletik EM
Heidler hat Hammerwurf-Medaille im Visier

Am zweiten Tag der Leichtathletik-EM in Göteborg liebäugelt aus deutscher Sicht Hammerwerferin Betty Heidler mit einer Medaille. Bis auf Tatjana Lysenko schwächelte die russische Konkurrenz in der Qualifikation.

Mit ihrer Bestweite von 76,55m liegt DLV-Hammerwerferin Betty Heidler nur 86 Zentimeter hinter dem Weltrekord und darf sich am zweiten Wettkampftag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Göteborg Hoffnungen auf eine Medaille machen. Nach Rang zwei in der Qualifikation geht die Olympiavierte mit viel Selbstvertrauen in den Wettkampf. "Ich habe kein Quali-Trauma mehr. Jetzt sehe ich eine gute Perspektive fürs Finale", sagte die deutsche Rekordlerin nach ihren 71,40m. Neben Heidler präsentierte sich einzig noch Weltrekordlerin Tatjana Lysenko (Russland) mit 73,23m souverän.

Dagegen schieden die in der Saison-Bestenliste vor Heidler platzierten Oxana Menkowa (Weißrussland/62,85) und Jekaterina Choroschich (Russland) 62,97) sang- und klanglos aus. Die russische Mitkonkurrentin Gulfija Chanafejewa zitterte sich mit 67,53m ins Finale. Wie Heidler liebäugelt auch der 20-km-WM-Vierte Andre Höhne (Berlin) im 20-km-Gehen mit einer Medaille.

Hinter Schwedens umjubeltem Star Carolina Klüft winken derweil auch im Siebenkampf weitere deutsche Medaillen. Während Frankreichs Ex-Weltmeisterin Eunice Barber in Führung liegend mit lädiertem Oberschenkel ausschied, wuchsen Jennifer Oeser (Leverkusen) nach Bestleistungen über Hürden und im Hochsprung (1,86m) sowie Lilli Schwarzkopf über sich hinaus. Oeser strebt als Halbzeit-Sechste (3 725) etwa 6 300 Punkten entgegen, die Paderbornerin (3 691) als Achte ebenfalls nie erreichten 6 450. Klüft führt mit 3 990 Zählern.

Über 100m erreichte Dwain Chambers nach Bestzeit im Vorlauf das Halbfinale nur mit Mühe. Trotzdem hat der Brite zumindest eine Medaille im Visier. Favorit ist jedoch Titelverteidiger Francis Obikwelu (Portugal).

© SID

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