Leichtathletik EM
Lammert gewinnt mit der Kugel Bronze

Petra Lammert hat für das nächste Erfolgserlebnis der deutschen Werfer bei der EM in Göteborg gesorgt. Die Kugelstoßerin holte mit 19,17m hinter Natalia Choronenko und Nadeschda Ostaptschuk Bronze.

Dieter Kollarks Wort in Gottes Ohr. Wenn ihr Trainer Recht hat, wird Petra Lammert schon bald die deutsche Antwort geben auf die Frage: Wer schlägt Osteuropas Kugelstoßerinnen? "Die Kleine hat ein gutes Potenzial. Sie wird der osteuropäischen Konkurrenz schon bald die Zähne zeigen", kündigte der Neubrandenburger Erfolgstrainer an, der beim Kugelstoß-Bronze der 22 Jahre alten Europacupsiegerin die 21. Medaille seiner Laufbahn bilanzierte. Zugleich war es in dieser Disziplin die 20. deutsche EM-Medaille einer Kugelstoßerin seit 1938.

"Der Mittelfinger hat gehalten, nur das Handgelenk machte Probleme. Endlich habe ich meine erste Medaille gewonnen", freute sich die Vierte der Hallen-WM. 2005 war die gebürtige Schwäbin nach ihrem sensationellen Aufstieg bei der WM von Helsinki noch kläglich gescheitert. "In der Qualifikation war Petra damals gelähmt wie die Schlange vor dem Kaninchen. Aber sie hat schon dazugelernt", sagt Kollark.

Vor einem Jahr zu Kollark gewechselt

Dass sie dem 61 Jahre alten Ex-Coach von Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss sehr viel verdankt, weiß die vor gut einem Jahr aus ihrer württembergischen Heimat ans Neubrandenburger Sportgymnasium gewechselte Schülerin allzu gut: "Dieter Kollark wusste genau, was er tat, als er meine Technik umstellte. Er hat die Erfahrung, die Erfolg bringt."

Während die Magdeburger Olympiazweite Nadine Kleinert nach ihrer schweren Verletzung am Schultereckgelenk mit im ersten Versuch erzielten 18,47m nicht über Rang sechs hinaus kam, sicherte Petra Lammert im zweiten Versuch mit 19,06m die Medaille. Bis zum vierten Durchgang war dies die Führung, doch dann trumpften die Weißrussinnen auf. Im letzten Durchgang gelang Petra Lammert noch die Steigerung auf 19,17m, doch mehr als Bronze war damit nicht zu gewinnen.

Erste Niederlage seit 2004 für Ostaptschuk

Gold gewann die als Achte gerade noch ins Finale gerutschte Hallenweltmeisterin Natalia Choronenko mit im vierten Durchgang erzielten 19,43m vor Weltmeisterin Nadeschda Ostaptschuk, die in der vorletzten Runde 19,42m nachlegte, aber die erste Niederlage seit ihrem vierten Rang bei Olympia 2004 nicht mehr abwenden konnte.

"Bis zum letzten Versuch dachte ich, Petra reißt das noch rum. Denn die beiden Weißrussinnen waren jeweils nur mit einem Stoß besser als sie. Aber die Fingerverletzung hat sie in den letzten Wochen doch zu sehr im Training behindert", meinte Kollark, der nun mit der U23-Europameisterin daran arbeiten will, "dass sie technisch noch besser wird. Sie hat enorme Schnellkraft. Was sie sonst noch braucht, ist ein bisschen mehr Selbstbewusstsein."

© SID

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