Leichtathletik EM
Russen bei der EM unter Manipulations-Verdacht

Iaaf-Funktionär Jose Maria Madriozola hat die russischen Leichtathleten als des Dopings "höchst verdächtigt" bezeichnet. Russlands Verband wies die Anschuldigungen als haltlos zurück.

Russlands Leichtathleten rücken nach ihrer erdrückenden Überlegenheit bei den Europameisterschaften in Göteborg mit zwölf Titeln und 34 Medaillen (vor Deutschland mit 4/4/2) immer stärker ins Zentrum des Doping-Verdachts. Jose Maria Odriozola (Spanien), einer der führenden Männer im Leichtathletik-Weltverband Iaaf, kündigte in der Sportzeitung "El Mundo Deportivo" an, er werde Informationen über die für ihn "höchst verdächtige" Situation kommende Woche in Peking den Kollegen vom Iaaf-Council vorlegen.

Die Anschuldigungen wies am Montag der russische Cheftrainer Waleri Kultschenko prompt zurück: "Es ist nicht das erste Mal, dass Odriozola uns zu provozieren versucht. Unser Doping-Kontrollsystem wurde getestet und zugelassen von der Iaaf. Alle unsere Athleten sind unter ständiger und kompletter Kontrolle."

Auch Verdächtigungen von deutscher Seite

Bei der EM hatte unter anderem auch Frank Hensel, Sportdirektor im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), Dopingverdacht gegen russische Frauen geäußert, dabei die auf Anabolika-Konsum hinweisenden "vielen tiefen Stimmen" als auffällig bezeichnet. Sabrina Mockenhaupt, Sechste über 5 000 m, hatte vornehmlich bei Russinnen "dunkle Stimmen und Bartstoppeln" festgestellt.

Ein Dopingverdacht, den die renommierte spanische Zeitung El Pais stützte, wenn auch bezüglich des Blutdopingmittels EPO. In einem Artikel mit der Überschrift "Das Blut der fürchterlichen Russinnen" wurde behauptet, EPO werde von russischen Athletinnen in kleinen Mikro-Dosen eingenommen, sei hochwirksam, aber mit den derzeitigen Analysemethoden noch nicht nachweisbar.

© SID

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