Leichtathletik Europacup
DLV-Athleten beim Europacup mit mäßigem Auftakt

Zur Halbzeit des zweitägigen Leichtathletik-Europacups in Malaga liegen die Männer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nur auf dem achten und damit vorletzten Platz. Die deutschen Frauen haben derweil Rang vier inne.

Die DLV-Asse haben am Mittwoch gehörig gepatzt: Nur eine starke zweite Halbzeit kann Deutschlands Leichtathleten am Donnerstag nun noch den Vorstoß zum Weltcup Mitte September in Athen bescheren. Nach einem klassischen Europacup-Fehlstart in Malaga lagen die Männer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), die wegen der Dopingaffäre um den Briten Dwayne Chambers am Mittwoch rückwirkend den Cupsieg 2002 zugesprochen bekamen, als Titelverteidiger nur auf dem achten und damit vorletzten Rang (43,5 Punkte), die Frauen waren bei Halbzeit Vierte (51). Nur Rang eins oder zwei bedeuten die Qualifikation für den Weltcup.

"Einige Asse haben wir noch im Ärmel. Es wäre schade, wenn wir beim Weltcup nicht dabei wären", meinte Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg), die mit 65,54m den ersten Sieg für die deutschen Leichtathleten sicherte. Bei den Frauen führte vor dem Schlusstag das vor dem zehnten Sieg in Serie stehende Russland mit 83 Punkten vor Polen (64). Auch bei den Männern lag Russland (71) vor Polen (54) in Front.

Pech für Gradzki und Ostwald

Zweiter Aktivposten bei den Frauen war 800-m-Läuferin Monika Gradzki (Wattenscheid), die wie im Vorjahr Zweite wurde, sich aber wegen der verpassten Norm in 2:04,13 Minuten nicht vorzeitig das EM-Ticket für Göteborg (7.-13. August) sicherte. Ähnliches Pech hatte auch Klubkamerad Ronny Ostwald, der als 100-m-Fünfter in 10, 29 Sekunden zwar zum zweiten Mal die EM-Norm von 10,30 unterbot, allerdings herrschte dabei statt erlaubter 2,0 zu starker Rückenwind von 2,8 m pro Sekunde.

"Dass Dwayne Chambers wieder starten durfte, hat mich nicht irritiert", meinte Ostwald hinsichtlich des in Malaga auf Rang zwei gelaufenen Briten, der wegen seines Doping-Geständnisses nach dem EM-Titel über 100m und der 4x100-m-Medaille nun am Mittwoch durch den Europaverband EAA mit den britischen Männern auch den Europacupsieg 2002 aberkannt bekam. Er ging rückwirkend an das deutsche Team, das hinter den Briten Zweiter gewesen war.

Bartels fehlten 15 Zentimeter

15 Zentimeter fehlten dem Neubrandenburger Kugelstoßer Ralf Bartels mit 20,43m am vorzeitigen Göteborg-Ticket, weil er wie bei der WM Dritter, aber nicht wie notwendig Zweiter wurde. "Ich habe mich mehr als dusselig angestellt", bekannte Hammerwerfer Markus Esser (Leverkusen), der Rang zwei mit 77,05m (Vierter wie bei der WM) um 166 Zentimeter verfehlte. Negativpunkte bei den Männern waren siebte Ränge durch Hochspringer Eike Onnen (Hannover/2,20m) und 400-m-Hürden-Ersatz Jan Schneider (Wattenscheid) in 51,92 Sekunden.

Bei den Frauen begann der erste Tag rabenschwarz mit Rang neun durch die noch immer gesundheitlich angeschlagene Erfurterin Claudia Marx über 400m Hürden. Letzte wurde auch Hindernisläuferin Birte Bultmann (Braunschweig), und nur Vorletzte wie befürchtet Dreispringerin Katja Pobanz (Dessau) mit beschämenden 12,99m. Positiv waren dagegen dritte Ränge durch Claudia Hoffmann (Potsdam/52,81) über 400m und Nastja Rysich (Ludwigshafen) mit 4,55m im Stabhochsprung.

Mallow gibt sich zuversichtlich

"Das war kein Auftakt wie erhofft. Aber wir haben am Schlusstag die stärkeren Disziplinen", meinte der Leitende Bundestrainer Jürgen Mallow, der sich am Donnerstag die Realisierung weiterer EM-Normen für ein am Ende rund 80-köpfiges Team erhofft.

© SID

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