Leichtathletik Golden League
Issinbajewa und Powell im Blickpunkt

Zum Auftakt der zehnten Golden-League-Saison stehen heute die beiden Weltrekordler Jelena Issinbajewa (Stabhochsprung) und Asafa Powell (100 Meter) im Fokus. Tobias Unger geht dagegen angeschlagen in das Millionenspiel.

Um bis zu eine Million Dollar geht es für die Athleten bei der zehnten Auflage der Golden-League-Serie. Dabei stehen zwei Weltstars der Leichtathletik beim Auftakt am heutigen Freitag (ab 20.00 Uhr) im Blickpunkt: Die russische Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (5,01m), die in Oslo ihr Saisondebüt bestreitet, und Asafa Powell. Jamaikas 100-m-Weltrekordler (9,77), der am 29. Mai in Belgrad ganz locker in 9,97 zum 26. Mal in seiner Karriere unter zehn Sekunden geblieben war, ließ wissen: "Mein Training verlief seitdem extrem gut."

Weniger erfreulich dagegen lief es zuletzt bei Tobias Unger, der als einer von fünf deutschen Athleten auf der provisorischen Startliste der Bislett Games steht und bereits Bahn fünf garantiert bekam. Bei der Pressekonferenz für das Istaf, das am 16. September die Serie der sechs Golden League Meetings beschließt, meinte der 200-m-Olympiasiebte, sein Start in Oslo sei wegen Oberschenkelproblemen und Krämpfen gefährdet, die ihn sogar nachts im Schlaf störten.

Jagd auf die WM-Norm

Neben Unger stehen die Hürden-Vize-Europameister Kirsten Bolm (Mannheim) und Thomas Blaschek (Leipzig), 5 000-m-Läuferin Sabrina Mockenhaupt (Köln) und Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) auf der Startliste des Osloer Meetings. Mit Ausnahme von Blaschek jagen alle noch die WM-Norm für Osaka (25. August bis 2. September).

Kirsten Bolm war zuletzt nach gesundheitlichen Problemen noch deutlich von ihrer Bestform entfernt und hat die Norm von 12,96 Sekunden noch nicht erfüllt. Sabrina Mockenhaupt peilt gegen starke Konkurrenz die nötigen 15:08,70 Minuten an. Silke Spiegelburg hat die EM-Norm (4,45) ebenso wie Unger über 200 m (20,59) bisher einmal geschafft.

Asafa Powell trifft in Oslo auf starke Konkurrenz, aber in Walter Dix (USA) fehlt der einzige Sprinter, der 2007 (9,93) schneller war als der Weltrekordler aus Jamaika. Stärkste Rivalen sind Portugals Europameister Francis Obikwelu und Michael Frater (Jamaika). Auch im Stabhochsprung fehlt die mit 4,88m an der Spitze der Weltrangliste stehende Amerikanerin Jennifer Stuczynski (USA) als Herausforderung für Jelena Issinbajewa, aus deren Osloer Rivalinnenkreis 2007 keine höher als 4,60m sprang.

Sanya Richards Favoritin über 400 Meter

Weitere Stars von Oslo sind gegen jeweils starke Konkurrenz die Olympiasieger Christian Olson (Schweden) im Dreisprung, Andreas Thorkildsen (Norwegen) im Speerwerfen und Virgilius Alekna (Litauen) im Diskuswerfen. Bei den Frauen stehen die letztjährige Jackpot-Gewinnerin Sanya Richards (USA) über 400m sowie der 5 000-m-Lauf und die Hochsprung-Konkurrenz im Blickpunkt.

Powell und Sanya Richards sind erneut Favoriten im Kampf um den eine Million Dollar schweren Jackpot, der unter denen verteilt wird, die in Oslo, am 6. Juli in Paris, am 13. Juli in Rom, am 7. September in Zürich, am 14. September in Brüssel und zwei Tage später in Berlin jeweils in ihrer Disziplin siegen und auch beim Weltfinale in Stuttgart (22./23. September) am Start sind. Jeremy Wariner (USA), der 2006 die Million mit Powell und Richards teilte, nicht, weil die 400m 2007 im Programm fehlen. Stattdessen will Seriensiegerin Issinbajewa entscheidend mitreden.

Zum Jackpot zählen 2007 bei den Männern 100m, 1500m, 110-m-Hürden, Dreisprung, Speer, bei den Frauen 100m, 400m, 100-m-Hürden, Hochsprung und Stabhochsprung.

© SID

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