Leichtathletik Golden League
Richards bleibt mit Top-Zeit im Jackpot-Rennen

Mit überragenden 49,36 Sekunden gewann Sanya Richards aus den USA die 400m beim Golden-League-Meeting in Zürich und bleibt damit neben Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa (Russland) im Rennen um den Millionen-Jackpot.

Nur noch ein Duo ist im Rennen um den Millionen-Jackpot der Golden League. Lediglich 400-m-Staffel-Weltmeisterin Sanya Richards (USA) durch die Jahres-Weltbestzeit von 49,36 Sekunden und Stab-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (Russland) mit 4,80m feierten in Zürich den vierten Sieg in der Serie und können nach einem weiteren Erfolg am Freitag in Brüssel auf den großen Zahltag in acht Tagen (16. September) beim Istaf in Berlin hoffen. Dagegen blieb Weltmeisterin Michelle Perry über 100-m-Hürden durch Platz drei (12,68 Sekunden) beim von der WM-Vierten Susanna Kallur (Schweden) in 12,66 gewonnenen Rennen auf der Strecke.

Richards, die den WM-Start auf der 400-m-Einzelstrecke verpasst hatte und in Osaka nur über 200m und mit der Staffel angetreten war, deklassierte die Konkurrenz um Weltmeisterin Christine Ohuruogu (Großbritannien). "Ich war bis in die Haarspitzen motiviert. Die Zeit finde ich super. Der Jackpot wäre ein schöner Ersatz für das verpasste WM-Gold", sagte die 22-Jährige nach ihrem Triumph vor 28 700 Zuschauern im für 75 Mill. Euro neugebauten Letzigrund.

Blasic versucht sich erneut am Weltrekord

Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic scheiterte derweil zum sechsten Mal in dieser Saison am Weltrekord von 2,10m und siegte mit 2,04m. Von den zehn Einzel-Weltmeistern in Zürich kassierten bei kühlen 15 Grad neben Ohuruogu und Perry auch Speer-Titelträger Tero Pitkämäki (Finnland/87,44m) als Zweiter hinter Olympiasieger Andreas Thorkildsen (Norwegen/89,51m), Dreisprung-Goldgewinner Nelson Evora (Portugal/17,18m) hinter Ex-Weltmeister Walter Davis (USA/17,20m) und Stab-Sieger Brad Walker (USA) als Vierter (5,65m) Niederlagen.

Dreifach-Sprintweltmeister Tyson Gay (USA) verzichtete auf einen 100-m-Einzelstart und lief nur mit der US-Staffel zum Erfolg in 38,40 Sekunden. Das deutsche Quartett mit dem 200-m-Olympiasiebten Tobias Unger (Kornwestheim) wurde Dritter (39,12).

Otto im Stabhochsprung auf Platz zwei

Bester aus dem deutschen Stab-Trio war beim Sieg von Russlands Iwan Pawlow (5,75m) der höhengleiche WM-Fünfte Björn Otto (Dormagen) als mit 15 000 Dollar entlohnter Zweiter. Tim Lobinger (Köln/5,65m) und der WM-Dritte Danny Ecker (Leverkusen/5,50m) wurden Fünfter und Sechster.

Das 5,5 Mill. Euro teure, beste Leichtathletik-Sportfest der Welt litt fünf Tage nach Ende der Hitze-WM im japanischen Osaka unter niedrigen Temperaturen von nur 15 Grad. Die Organisatoren hatten erstmals auf Tempomacher auf den Mittel- und Langstrecken verzichtet. "Duelle statt Rekordjagden", lautete das Motto der Veranstaltung.

© SID

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