Leichtathletik Golden League
"Speer-Opfer" Sdiri konnte Klinik verlassen

Ohne ernsthafte Verletzungen ist der von einem Speer getroffene Weitspriner Salim Sdiri aus der Gemelli-Klinik in Rom entlassen worden. "Lunge oder Leber sind nicht betroffen", gab der Arzt Giuseppe Fischetto bekannt.

Der beim Golden-League-Meeting in Rom von einem Speer getroffene französische Weitspringer Salim Sdiri ist ohne wirklich ernsthafte Verletzungen aus der Gemelli-Klink entlassen worden. "Er hat eine vier Zentimeter lange Risswunde an der rechten Seite. Lunge oder Leber sind nicht betroffen", gab der zuständige Arzt, Giuseppe Fischetto, Auskunft.

Sdiri, der von einem außerhalb des Sektors fliegenden Speer des finnischen EM-Zweiten Tero Pitkämäki getroffen worden war, wurde nach Angaben von Marc Michnowski, Physiotherapeut der französischen Mannschaft, noch in der Nacht gegen 02.00 Uhr aus dem Krankenhaus entlassen und ins Hotel gebracht worden. "Er versucht zu schlafen und wird im Laufe des Tages nach Hause reisen", erklärte Michnowski.

Der Dritte der Hallen-Europameisterschaft 2007 hatte offenbar schon böse Vorahnungen. "Ich hatte meine Bedenken. Unser Wettkampf lief schon, als einige Probewürfe in der Nähe unserer Zone landeten. Einer nicht weit weg von meinem Fuß", meinte der seit Jahren zur europäischen Spitzenklasse zählende Mann mit einer Bestleistung von 8,27m (Halle).

Pitkämäki schlug die Hände vors Gesicht

Und dann passierte es. Pitkämäki, der in Rom mit 86,09m als Einziger eines Quartetts durch die Niederlage gegen Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen (88,36) aus dem Kreis der Jackpot-Kandidaten der Golden League ausschied, fabrizierte einen völlig missglückten Versuch. Entsetzt schlug er die Hände vors Gesicht, als er sah, dass einer der Weitspringer getroffen worden war. Wenig später erfuhr der Finne, dass dieser nicht lebensgefährlich verletzt war und er setzte seinen Wettkampf fort.

Sdiri wurde letztlich mit 7,88m Vierter beim Sieg des italienischen Europameisters Andrew Howe (8,12). Er war 2005 in Helsinki WM-Fünfter gewesen. Ob seine WM-Teilnahme in Osaka/Japan (25.8.-2.9.) gefährdet ist, zeichnet sich derzeit nicht ab.

Glück im Unglück hatte im Januar auch Zehnkampf-Olympiasieger Roman Sebrle (Tschechien), als ihn ein Speer im südafrikanischen Trainingslager an der Schulter traf. "Zehn Zentimeter weiter links und er hätte meine Lunge verletzt. 20 Zentimeter höher und er hätte mein Genick getroffen", meinte der damals mit elf Stichen genähte Weltrekordler.

© SID

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