Leichtathletik Golden League
Viermal Zahltag beim Meeting in Brüssel

Mit ihren Siegen beim Golden-League-Meeting in Brüssel haben Asafa Powell, Tirunesh Dibaba, Sanya Richards und Jeremy Wariner ihre Anteile am Jackpot bereits sicher. In der 800m-Staffel lief Kenia neuen Weltrekord.

Den eigenen Weltrekord verpasst, den ersten Teil der Million trotzdem in der Tasche: 100-m-Superstar Asafa Powell ist beim Golden-League-Meeting in Brüssel bei kühlen 20 Grad Celsius in 9,99 Sekunden deutlich hinter seiner Bestmarke geblieben, hat aber schon einen ersten Anteil am mit einer Million Dollar gefüllten Doppel-Jackpot sicher. Denn der Jamaikaner, der vor Wochenfrist in Zürich zum dritten Mal in seiner Karriere in der Rekordzeit von 9,77 gestoppt wurde, blieb vor 46 159 Zuschauern im ausverkauften König-Baudouin-Stadion auch beim fünften von sechsten Sportfesten der "Königsklasse der Leichtathleten" ungeschlagen.

Das schafften zudem 5 000-m-Weltmeisterin Tirunesh Dibaba beim Sieg in 14:30,63 Minuten, Vize-Weltmeisterin Sanya Richards (USA), die über 400m in 50,02 Sekunden die Schnellste war, sowie ihr Landsmann, 400-m-Olympiasieger Jeremy Wariner (44,29).

Saladino und Bekele können noch hoffen

Auf einen Anteil am Jackpot können auch noch Weitspringer Irving Saladino (Panama/8,31) und 10 000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele nach seinem 5 000-m-Erfolg in 12:48,09 Minuten hoffen, die ihre vierten Golden-League-Siege des Jahres feierten. Bekele verfehlte dabei den erhofften Weltrekord (12:37,35), stellte aber eine Jahres-Weltbestleistung auf.

Einen Weltrekord gab es an diesem Abend trotzdem: Eine kenianische Staffel verbesserte die Bestmarke über die selten gelaufenen 4x800 Meter auf 7:02,43 Minuten. Das Quartett blieb damit deutlich unter den von Großbritannien am 30. August 1982 in London erzielten 7:03,89. Es war der elfte Weltrekord, der bei den bisherigen 30 Auflagen des "Memorial Van Damme" erzielt wurde.

Spiegelburg auf Rang vier

Zum Auftakt der Veranstaltung rannte der 20 Jahre alte Kenianer Micah Kogo in 26:35,63 Minuten zu einer Jahres-Weltbestleistung über 10.000m. Damit rangiert er in der ewigen Weltbestenliste nun auf Rang zehn. Erstklassige 19,79 Sekunden bot der US-Amerikaner Tyson Gay bei seinem 200-m-Sieg.

Beste der vier deutschen Starter war Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) als Vierte mit 4,56m, 4,36m meisterte Nastja Ryshich als Zehnte. Die Speerwerfer Peter Esenwein (Kornwestheim/77,6m) und Stefan Wenk (Sindelfingen/76,60) kamen auf die Plätze sieben und acht.

In der Golden League teilen sich am Ende jene Athleten, die bei allen sechs Meetings siegen, 500 000 Dollar, die andere Hälfte der Million wird unter den Fünffach-Siegern verteilt, zu denen automatisch auch die Sechsfach-Sieger zählen. Insgesamt werden elf Disziplinen ausgetragen. Letzte Station nach Oslo, Paris, Rom, Zürich und Brüssel ist am 3. September das Istaf in Berlin.

© SID

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