Leichtathletik Golden League
Wariner glänzt in Rom mit 43,63 Sekunden

Beim Golden-League-Meeting in Rom hat Jeremy Wariner über die 400m mit der Jahres-Weltbestleistung von 43,62 Sekunden gewonnen. Im Rennen um den Jackpot sind auch noch Asafa Powell, Tirunesh Dibaba und Sanya Richards.

Zu einer One-Man-Show wurden das 400-m-Rennen beim Golden-League-Meeting in Rom: Jeremy Wariner setzte sich mit der Jahres-Weltbestleistung von 43,62 Sekunden vor "X-Man" Xavier Carter (USA) durch und schob sich auf Rang vier der ewigen Weltbestenliste vor. Der Olympiasieger kann damit weiter auf einen Anteil am mit einer Mill. Dollar gefüllten Jackpot hoffen. Der 20-jährige Carter, der vor drei Tagen mit der zweibesten 200-m-Zeit der Geschichte aufwartete, wurde in 44,76 Sekunden Zweiter.

Außer Wariner feierten bei der dritten Station der Königsklasse der Leichtathletik auch 100-m-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) in 9,85 Sekunden, Doppelweltmeisterin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) auf der 5 000-m-Strecke in 14:52,37 Minuten und 400-m-Vize-Weltmeisterin Sanya Richards in 49,31 Sekunden ihre dritten Siege.

Richard zum fünften Mal unter 50 Sekunden

Dibaba setzte sich gegen Weltrekordlerin Meseret Defar (Äthiopien/14:53,51) durch, die am 3. Juni in New York den Rekord auf 14:23,53 gedrückt hatte. Die 400-m-Jahres-Weltbeste Richards blieb bei ihrem Erfolg zum fünften Mal in diesem Jahr unter 50 Sekunden. Deutsche Athleten waren wegen der am Wochenende stattfindenden nationalen Titelkämpfe in Ulm nicht am Start.

Carter - der seinen Spitznamen einer Action-Figur verdankt - war am Dienstag in Lausanne ins Rampenlicht gelaufen, als er nur von Weltrekordler Michael Johnson (19,32) bei dessen Olympiasieg 1996 unterbotene 19,63 über 200m erzielte. Als erster Sprinter nach dem legendären Jesse Owens (1935/36) hatte er bei den US-Studentenmeisterschaften in Sacramento im vergangenen Monat vier Titel über 100, 400 und mit den beiden Staffeln geholt.

Speerwerfer Thorkildsen glänzt mit 90,34m

Zumindest noch auf fünf Siege in Folge und damit ebenfalls einem - allerdings kleineren - Anteil am Jackpot können noch Speerwurf-Olympiasieger Andreas Thorkildsen (Norwegen) nach seinem Sieg mit 90,34m und Hallen-Europameisterin Susanna Kallur (Schweden) nach ihrem Erfolg über 100m Hürden in 12,52 Sekunden hoffen.

Dagegen ist der Traum vom großen Geld für die dreifache Sydney-Olympiasiegerin Marion Jones trotz ihrer Jahresbestzeit von 10,91 Sekunden ausgeträumt. Die US-Amerikanerin musste sich über 100m der Jahres-Weltbesten Sherone Simpson (Jamaika) geschlagen geben, die 10,87 Sekunden lief.

Komen besiegt Ramzi

Jahres-Weltbestleistung erzielte neben Wariner auch der Kenianer Daniel Kipchirchir Komen über 1500m in 3:29,02. Er brachte 800- und 1 500-m-Weltmeister Rashid Ramzi (Bahrain/3:29,14) eine Niederlage bei und steigerte den von ihm selbst gehaltenen Bestwert um über eine Sekunde.

In der Golden League teilen sich am Ende jene Athleten, die bei allen sechs Meetings siegen, 500 000 Dollar, die andere Hälfte der Mill. wird unter den Fünffach-Siegern verteilt, zu denen automatisch auf die Sechsfach-Sieger zählen. Insgesamt werden elf Disziplinen ausgetragen. Weitere Stationen sind die Meetings in Zürich (18. August), Brüssel (26. August) und das Finale am 3. September beim Istaf in Berlin.

© SID

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