Leichtathletik Grand Prix
Robles und Powell glänzen in Stockholm

Beim Super-Grand-Prix in Stockholm lief Dayron Robles über 110-Hürden nur knapp an seiner Bestmarke von 12,87 Sekunden vorbei. Über 100m siegte Asafa Powell vor Usain Bolt.

In 9,88 Sekunden hat Asafa Powell 16 Tage vor Olympia das erste große Sprint-Duell der Saison mit Weltrekordler Usain Bolt (beide Jamaika) gewonnen. Beim Super-Grand-Prix der Leichtathleten in Stockholm lag er knapp vor dem schwach gestarteten Landsmann (9,89), der ihm am 31. Mai in New York in 9,72 den Weltrekord entrissen hatte. Bolt will sich erst bei den Olympischen Spielen in Peking entscheiden, ob er neben den 200m auch die 100m bestreitet.

Vor 12 000 Zuschauern wackelten zwei Lauf-Weltrekorde. Zum zweiten Mal binnen vier Tagen lief Dayron Robles in 12,91 Sekunden knapp an seiner Bestmarke über 110m Hürden vorbei, diesmal fehlten vier Hundertstelsekunden. Über 5000m verpasste Meseret Defar (Äthiopien) in 14:12,88 im zweitschnellsten Rennen der Geschichte die Marke ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba (14:11,15) vom 6. Juni in Oslo nur um 1,73 Sekunden. Jahres-Weltbestleistung mit 7,04m erzielte im Weitsprung Portugals Hallen-Europameisterin Naide Gomes. Glänzende 44,29 Sekunden über 400m lief Olympiasieger Jeremy Wariner (USA).

Hochspringerin Vlasic bleibt dominant

Jelena Issinbajewa (Russland) begnügte sich elf Tage nach ihrem 22. Stabhochsprung-Weltrekord mit 5,03m in Paris diesmal mit der Siegeshöhe von 4,85m. Dagegen riss die Leverkusener Olympiateilnehmerin Silke Spiegelburg ihre Anfangshöhe. Auch der EM-Sechste Peter Esenwein (Kornwestheim) bekleckerte sich nicht mit Ruhm, er wurde nur Siebter mit 74,53m beim Speerwurf-Erfolg von Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen.

Ihren 34. Sieg in Serie und den 41. Zwei-Meter-Sprung der Karriere verzeichnete Kroatiens Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (2,02m), die Russlands Olympiasiegerin Jelena Slessarenko (2,00) erneut bezwang.

Wariner und Robles in Topform

Robles war bereits am Freitag in Paris nur um eine Hundertstelsekunde an jenen 12,87 gescheitert, mit denen er am 12. Juni in Ostrau/Tschechien Chinas Olympiasieger Liu Xiang die zwei Jahre alte Bestmarke von 12,88 entrissen hatte. Nie zuvor schaffte ein anderer Athlet binnen weniger Wochen eine Palette solcher Glanzzeiten wie Robles.

Wariner, Jahresweltbester in 43,86, schlug Chris Brown von den Bahamas (44,53) und Ricardo Chambers (Jamaika/44,84). Nicht am Start war sein neuer großer Gegenspieler Lashawn Merritt (USA), gegen den Wariner nach zuvor zwei Niederlagen am Freitag in Paris den zweiten Sieg in dieser Saison gefeiert hatte.

© SID

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