Leichtathletik Grand Prix
Stuttgart beeindruckt Leichtathletik-Welt

56 000 Zuschauer waren am Wochenende beim Leichtathletik-Weltfinale in Stuttgart zu Gast und sorgten für ein stimmungsvolles Weltfinale. Die Athleten zeigten sich von der Organisation und dem Publikum begeistert.

Das Leichtathletik-Weltfinale in Stuttgart war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Top-Leistungen wurden vom lautstarken Publikum mit viel Beifall gedacht. Die Athleten genossen die Unterstützung in vollen Zügen. Auch der Star des Tages ließ sich von der Stimmung berauschen. "Wow, diese grüne Bahn ist wirklich schnell. Und dieses fantastische Publikum: Ich wurde in meinem Leben nie so gefeiert", entfuhr es Tyson Gay, nachdem er beim Stuttgarter Weltfinale in 19,68 Sekunden das drittschnellste 200-m-Rennen der Geschichte absolviert hatte.

"Hier haben sich in der ersten halben Stunde mehr Hände zum Beifall gerührt als bei den ersten drei Weltfinals in Monte Carlo zusammen", sagte Stabhochspringer Tim Lobinger, der dort schon einmal gewonnen hatte und sich nun Platz zwei teilte. Auch Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch, 1993 wie Lobinger schon bei der Stuttgarter WM dabei, empfand: "Das Publikum ist gigantisch hier. Ich bin so froh, dass ich nicht mehr nach Monaco muss."

Diack: "Stuttgart war eine gute Wahl"

13 Jahre nach seiner grandiosen WM eroberte Stuttgart wieder die Herzen der Leichtathletik-Welt. "Stuttgart war eine gute Wahl und eine große Werbung für unseren Sport", lobte Lamine Diack (Senegal) als Präsident des Weltverbandes Iaaf, der das Weltfinale auch für die beiden kommenden Jahre ins Gottlieb-Daimler-Stadion vergeben hat. 2007 wird es aufgrund der späten WM von Osaka/Japan erst am 22./23. September stattfinden.

56 000 kamen an beiden Tagen in die WM-Arena von 1993. "Das sind zehnmal so viel wie zuletzt in Monte Carlo. Es war das beste Finale, das es seit Einführung des Grand Prix gab. Auch die Event-Präsentation ist gut gelungen", bilanzierte Diacks Vizepräsident Helmut Digel, und dann schob er einen Halbsatz hinterher, der die Sorgen der Iaaf deutlich werden lässt: "Wie groß dieser Erfolg von Stuttgart war, wird man kommendes Wochenende in Athen sehen."

Denn für den 10. Weltcup am Olympia-Schauplatz von 2004 sind erst wenige tausend Karten verkauft. Der Weltverband befürchtet eine Zuschauer-Pleite beim Duell der fünf Erdteilmannschaften (sechs deutsche Athleten in der Europa-Auswahl) mit den drei stärksten Nationalmannschaften der Welt (USA, Russland sowie Frankreichs Männer, Polens Frauen). Auch die Tatsache, dass Gastgeber Griechenland als neuntes Team zusätzlich am Start ist, scheint die Anziehungskraft der Veranstaltung auf das olympia-verwöhnte Publikum nur wenig zu steigern.

© SID

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