Leichtathletik Hallen-EM: 4x400m-Staffel verliert Gold am grünen Tisch

Leichtathletik Hallen-EM
4x400m-Staffel verliert Gold am grünen Tisch

Bastian Swillims führte die 4x400m-Staffel des Deutschen Leichtathletik-Verbands bei der Hallen-EM in Birmingham als Schlussläufer überraschend zu Gold, doch das deutsche Quartett wurde nachträglich disqualifiziert.

Trotz eines überragenden Bastian Swillims als Schlussläufer blieb der deutschen 4x400-m-Staffel der Männer in der letzten Entscheidung der Leichtathletik-Hallen-EM in Birmingham die zweite Goldmedaille nach Stabhochspringer Danny Ecker (Leverkusen) verwehrt. Das Quartett mit Ex-Europameister Ingo Schultz (Leverkusen), Florian Seitz (Berlin), Simon Kirch (Saarbrücken) und dem 400-m-Einzelzweiten gewann zwar in 3:06,26 Minuten vor Großbritannien (3:07,04) und Russland (3:08,10), wurde jedoch später wegen einer Rangelei zwischen Swillims und seinem russischen Kontrahenten ausgeschlossen. Ein deutscher Protest gegen die Disqualifikation durch das britische Kampfgericht - ohne dass die Russen Einspruch eingelegt hatten - blieb erfolglos.

Zuvor war die deutsche Frauenstaffel mit Claudia Hoffmann (Potsdam), Jana Neubert, Anja Pollmächer (beide Chemnitz) und Joanna Tilgner (Bremen) in 3:32,46 auf Platz fünf eingelaufen. Es siegte Weißrussland in 3:27,83.

Damit beendet das deutsche Team die Titelkämpfe mit einer Gold-, einer Silber und zwei Bronzemedaillen.

Mockenhaupt verpasst Bronze knapp

3 000-m-Läuferin Sabrina Mockenhaupt hat derweil die Medaillenränge knapp verpasst. Die Kölnerin, vor zwei Jahren in Madrid Dritte, belegte dieses Mal in 8:45,77 Minuten Rang vier. Ihr zweites Gold nach dem über 1 500 m bei diesen Titelkämpfen sicherte sich die Polin Lidia Chojecka (8:43,25) vor der Spanierin Marta Dominguez (8:44,81) und der Italienerin Silvia Weissteiner (8:44,81).

Vor zwei Jahren war Mockenhaupt ursprünglich auch Vierte geworden, bekam dann aber nach dem positiven Dopingtest einer vor ihr platzierten Konkurrentin doch noch Bronze zugesprochen.

Feofanowa siegt im Stabhochsprung

Die ehemalige Stabhochsprung-Weltrekordlerin Swetlana Feofanowa gewann zum ersten Mal seit dem Gewinn des Freiluft-WM-Golds 2003 in Paris wieder einen internationalen Titel. Die Russin setzte sich in Abwesenheit von Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (Russland) mit 4,76m durch. Silber holte ihre Teamkollegin Julia Golubschikowa (4,71), Bronze die Polin Anna Rogowska (4,66).

U20-Weltrekordlerin Silke Spiegelburg aus Leverkusen landete mit 4,48 auf Platz fünf, einen Rang vor Studenten-Weltmeisterin Julia Hütter (Bruchköbel/4,23).

Sprintkönige Gardener und Gevaert

Jason Gardener und Kim Gevaert sind die Sprintkönige von Birmingham. Der Brite gewann zum vierten Mal in Folge das 60-m-Finale der Männer und stellte in 6,51 Sekunden eine europäische Jahresbestzeit auf. Teamkollege Craig Pickering sorgte in 6,59 für einen britischen Doppelsieg. Die Belgierin Gevaert entschied den Endlauf der Frauen in 7,12 Sekunden für sich und holte ihr drittes EM-Gold binnen sechs Monaten nach den beiden Freiluft-Titeln über 100 und 200m im Sommer. In Vorlauf und Halbfinale war Gevaert in 7,10 Sekunden jeweils Jahres-Weltbestzeit gerannt. Die deutschen Sprinter waren in den ersten beiden Runden ausgeschieden.

Ihr vielbeachtetes Comeback auf der internationalen Bühne gab Skandalsprinterin Ekaterini Thanou aus Griechenland, die am Sonntagnachmittag im 60-m-Finale allerdings als Sechste (7,26) enttäuschte.

© SID

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