Leichtathletik Hallen-EM: Guter Auftakt für deutsche Leichtathleten

Leichtathletik Hallen-EM
Guter Auftakt für deutsche Leichtathleten

Die deutschen Leichtathleten haben bei der Hallen-EM in Birmingham einen vielversprechenden Start hingelegt. Hürdensprinterin Kirsten Bolm gewann Bronze, nur drei deutsche Starter blieben in der Vorrunde auf der Strecke.

Während die Stabhochspringer vom Dreifach-Sieg bei der 29. Hallen-EM der Leichtathleten in Birmingham und 400-m-Läufer Sebastian Swillims von der goldenen Überraschung träumen können, hat Hürdensprinterin Kirsten Bolm sich den Traum von der dritten Medaille in Folge unterm Hallendach schon erfüllt. Die Mannheimerin holte am Eröffnungstag wie 2002 und 2005 Bronze.

"Manchmal braucht man den Kick und reißt sich dann im Finale zusammen", meinte Bolm, die in der Vorschlussrunde in 8,05 Sekunden geschwächelt hatte und ihre Medaillenchancen schon schwinden sah.

Der 24-jährige Swillims stürmte in 45,92 Sekunden von vorne weg ins Finale am Samstag (17.20 Uhr). Schneller ist seit Thomas Schönlebe 1991 (45,46) kein Deutscher mehr gelaufen. Erst bei der Hallen-DM vor zwei Wochen hatte sich der Wattenscheider auf 45,99 Sekunden gesteigert.

Stabhochspringer hoffen auf Dreifacherfolg

Drei deutsche Stabartisten stehen im Achter-Finale am Samstag (14.55 Uhr/MEZ) und können dort den zweiten deutschen Dreifach-Sieg nach Valencia 1998 erringen. In der Qualifikation sprang der Jahres-Weltbeste Björn Otto (Dormagen) mit 5,70m am höchsten, dem deutschen Hallenrekordler Danny Ecker (Leverkusen) und dem zweimaligen Hallen-Europameister Tim Lobinger (Köln) genügten 5,65m.

Die erfolgreiche Titelverteidigung gelang Siebenkampf-Olympiasiegerin Carolina Klüft im Fünfkampf, die damit seit 2002 ungeschlagen bleibt. Die Schwedin wurde von der britischen Olympia-Dritten Kelly Sotherton (Zweite mit 4 927) zu 4 944 Zählern getrieben, nur drei weniger als ihre Bestleistung. Neunte wurde mit 4 414 Punkten die Neubrandenburgerin Julia Mächtig.

"Jetzt ist alles möglich", meinte Otto, der von neun Saisonwettkämpfen bisher sieben gewonnen hat und zweimal nur aufgrund der Fehlversuchsregel Zweiter geworden war. "Es war selten einer so favorisiert wie Björn", sagt selbst Lobinger, der ein angespanntes Verhältnis zu seinem Konkurrenten hat, warnte aber vor zu viel Euphorie: "Wenn wir eine Medaille holen, haben wir viel, bei zwei alles richtig gemacht. Ein Dreifach-Sieg wäre das I-Tüpfelchen. Das wird aber ganz schwer."

Für das 32-köpfige deutsche Team verlief der erste Tag viel versprechend. Von elf Startern schieden nur vier vorzeitig aus. In die Finals zogen auch 3 000-m-Läufer Arne Gabius (Tübingen/7:53,98 Minuten) und zehn Monate nach der Geburt von Tochter Jolina auch Weitspringerin Bianca Kappler (Rehlingen/6,60m) ein.

© SID

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