Leichtathletik Hallen-EM: Swillims läuft zu Silber - Gold für Ecker

Leichtathletik Hallen-EM
Swillims läuft zu Silber - Gold für Ecker

Der deutsche Meister Bastian Swillims ist bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten in Birmingham über 400m zur Silbermedaille gelaufen. Stabhochspringer Danny Ecker sicherte sich indes die Goldmedaille.

Bastian Swillims hat bei den Hallen-Europameisterschaften in Birmingham die Silbermedaille über 400 Meter geholt. Der deutsche Meister musste sich in 46,62 Sekunden lediglich dem Iren David Gillick (45,52) geschlagen geben, der seinen Titel verteidigte. Dritter wurde der Brite Robert Tobin (46,15).

Stabhochspringer Danny Ecker hat dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) indes die erste Goldmedaille beschert und den als großen Favoriten angereisten Dormagener Björn Otto bezwungen. Der Olympia-Fünfte schwang sich vor 4 500 Zuschauern über 5,71m. Die gleiche Höhe meisterten auch Otto auf Rang drei und der Zweitplatzierte Dennis Jurtschenko (Ukraine), hatten jedoch mehr Fehlversuche.

Damit hat das DLV-Team vor dem Schlusstag eine Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen auf dem Konto, da am Freitag bereits Hürdensprinterin Kirsten Bolm (Mannheim) Dritte geworden war.

"Ich hätte nie gedacht, dass 5,71 schon zum Sieg reichen", sagte Ecker, Sprössling von Doppel-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl, die vor 36 Jahren bei der Hallen-EM den Weitsprung gewonnen hatte. Ihr Sohn ist erst der dritte deutsche Stab-Titelträger nach den beiden Doppelsiegern Wolfgang Nordwig (1971 und 1972) und Tim Lobinger (1998 und 2002). Der Kölner Lobinger wurde dieses Mal mit 5,51 Fünfter, wodurch der Traum vom deutschen Dreifach-Sieg platzte.

Enttäuschung herrschte bei Otto, der als Jahres-Weltbester (5,90) Goldfavorit war: "Ich hatte Probleme mit meinen Stäben und habe mich ein bisschen dusselig angestellt."

Kappler verpasst Bronze nur knapp

Nur um einen Zentimeter verpasste Weitspringerin Bianca Kappler (Rehlingen/6,63m) zehn Monate nach der Geburt von Tochter Jolina die Bronzemedaile. Arne Gabius (Tübingen) wurde über 3000m in 8:08,51 Minuten Neunter.

Die hochkarätigsten Jahres-Weltbestleistungen der Veranstaltung stellten bei ihren Titelgewinnen Hochspringerin Tia Hellebaut (Belgien) und der Brite Phillips Idowu im Dreisprung auf. Hellebaut meisterte 2,05 und scheiterte erst am Weltrekord von 2,09, Idowu landete bei 17,56.

Finals am Sonntag erreichten aus dem DLV-Lager der Leverkusener Weitspringer Nils Winter mit 7,94m, sowie im Stabhochsprung U20-Weltrekordlerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) und Studenten-Weltmeisterin Julia Hütter (Bruchköbel). Beide überflogen 4,50.

Auf der Strecke blieben in den Zwischenläufen dagegen die 60-m-Sprinter Christian Blum (Fürth/6,66 Sekunden), Ronny Ostwald (Wattenscheid/6,67) und Verena Sailer (Fürth/7,32). Die deutsche 60-m-Meisterin Sina Schielke war schon im Vorlauf (7,38 Sekunden) ausgeschieden und die deutsche Rekordlerin Carolin Hingst (Mainz/4,40 m) in der Stabhochsprung-Qualifikation.

Minah auf Rang fünf

Der deutsche Siebenkampfmeister Jacob Minah (Göttingen) geht von Platz fünf aus in die letzten drei Disziplinen. Der Göttinger sammelte bisher 3 318 Punkte und hat 67 Zähler Rückstand auf den Bronzerang, den derzeit der Weißrusse Andrej Krautschanka (3 385) belegt.

Es führt Olympiasieger Roman Sebrle (Tschechien/3 549), der auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung ist. Der ehemalige U20-Weltmeister Dennis Leyckes (Uerdingen/3 111) ist vor allem wegen Schwächen im Weitsprung und Kugelstoßen Zwölfter. Seine Paradedisziplin ist der Stabhochsprung am Sonntag.

© SID

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