Leichtathletik Hallen-WM
DLV-Athleten haben Medaillen im Visier

Tim Lobinger und Fabian Schulze haben bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Moskau das Finale im Stabhochsprung erreicht. Ebenfalls in der Endrunde stehen die Kugelstoßerinnen Nadine Kleinert und Petra Lammert.

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Moskau haben die deutschen Leichtathleten am Sonntag gute Chancen auf Medaillen. Der frühere Hallen-Weltmeister Tim Lobinger (Köln) und Youngster Fabian Schulze (Kornwestheim) zogen ins Finale der Stabhochspringer ein. Im Endkampf der Kugelstoßerinnen wollen die Olympia-Zweite Nadine Kleinert (Magdeburg) und die Hallen-EM-Vierte Petra Lammert (Neubrandenburg) entscheidend mitmischen.

Der WM-Vierte Andre Niklaus aus Berlin startete mit zwei persönlichen Bestleistungen in den Siebenkampf und ist vorübergehend Dritter. Der 24-Jährige sammelte mit 7,06 Sekunden über 60m und 7,64m im Weitsprung 1 831 Punkte. Klar in Führung ist Weltmeister Bryan Clay aus den USA (1998) vor Freiluft-Weltrekordler Roman Sebrle (Tschechien/1 847).

Bolm mit guter Vorstellung über 60m

Die WM-Vierte Kirsten Bolm (Mannheim) kam als Vorlauf-Vierte über 60m Hürden in 8,05 Sekunden in den Zwischenlauf am Nachmittag. Diesen erreichten auch ihre männlichen Disziplinkollegen Thomas Blaschek (Leipzig/7,65) und der Wattenscheider Mike Fenner (7,76) erreichten (Start: 15.50 Uhr).

"Da heißt es dann alles oder nichts", meinte Kleinert mit Blick aufs Finale, nachdem sie mit einem Sicherheitsstoß im ersten Versuch auf 18,57m in de Qualifikation alles klar gemacht hatte. Bevor sie die Halle verließ, gab die 30-Jährige ihrer noch um die Qualifikation zitternden Kollegin Petra Lammert mit auf den Weg: "Denk jetzt bloß nicht ans Kugelstoßen, an irgendwas anderes."

Das nahm sich die U23-Europameisterin zu Herzen und überbot im letzten Versuch mit 18,24m die geforderte Weite um vier Zentimeter: "Jetzt bin ich unter den besten Acht, das ist schon ein erster Erfolg", meinte Lammert erleichtert, die bei der Freiluft-WM 2005 überraschend in der ersten Runde auf der Strecke geblieben war.

Lobinger und Schulze mussten zittern

Ein klein wenig zittern mussten auch Lobinger und Schulze, die an 5,70m scheiterten, aber durch ihre blitzsaubere Serie bis 5,65m einen Vorteil gegenüber der vorher oft patzenden Konkurrenz hatten: "Sie fanden nach einem schwierigen Einspringen sensationell in den Wettkampf", meinte Bundestrainer Jörn Elberding. "Morgen werden die Karten neu gemischt. Zwischen eins und acht ist alles möglich."

Während sich die deutschen Athleten nach dem Fehlstart am Freitag am Samstag stärker präsentierten, ließ die Zuschauerresonanz in der Olympia-Sportarena erneut zu wünschen übrig. In der 15 000 Menschen fassenden Halle verloren sich erneut nur geschätzte 3 000 Besucher.

© SID

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