Leichtathletik Hallen-WM
Isinbajewa holt Gold - Deutschland ohne Medaille

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Moskau hat Lokalmatadorin Jelena Isinbajewa die Goldmedaille im Stabhochsprung geholt. Deutschland wartet indes noch immer auf das erste Edelmetall.

Zwar hat Jelena Isinbajewa den angestrebten Weltrekord vor heimischem Publikum verpasst, die Goldmedaille bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichathleten war der Russin im Stabhochsprung aber nicht zu nehmen. Am Samstag scheiterte die einzige 5-m-Springerin vor 11 000 Zuschauern dreimal an 4,93 Metern. Sie konnte sich mit 40 000 Dollar Siegprämie trösten. Deutschlands Leichtathleten bleiben weiterhin ohne Edelmetall und müssen nun am Sonntag ihre erste medaillenlose Hallen-WM verhindern.

Doch Platz fünf für die Mannheimer Hürdensprinterin Kirsten Bolm in 7,93 Sekunden, Rang sieben für ihren Leipziger Disziplinkollegen Thomas Blaschek in 7,57 und Position acht für die Leverkusener Stabhochspringerin Silke Spiegelburg mit 4,30m waren keine Enttäuschungen.

Lobinger mit besten Chancen auf eine Medaille

Drei von fünf deutschen Athleten haben am Sonntag Medaillenchancen. Im Stabhochsprung-Finale sind der frühere Hallen-Weltmeister Tim Lobinger (Köln) und Youngster Fabian Schulze (Kornwestheim) dabei. Im Endkampf der Kugelstoßerinnen wollen vor allem die Olympia-Zweite Nadine Kleinert (Magdeburg), aber auch die Hallen-EM-Vierte Petra Lammert (Neubrandenburg) entscheidend mitmischen. Im Siebenkampf hofft Andre Niklaus (Berlin) auf Bronze.

Bolm, die im Vorlauf in 8,05 Sekunden nach einem verschlafenen Start fast ausgeschieden war, steigerte sich im Halbfinale auf die Saisonbestzeit von 7,91 Sekunden, konnte im Finale aber nicht weiter zulegen und wurde in 7,93 Sekunden Fünfte. Der Titel ging überraschend an die Irin Derval O"Rourke (7,84). "Ich empfand das, was ich heute gemacht habe, als sehr gut", sagte die 31-Jährige. "Auch wenn es nicht zu einer persönlichen Bestzeit gereicht hat."

Mehrkämpfer Niklaus bärenstark

Einen starken Mehrkampf absolviert bisher der WM-Vierte Niklaus, der in vier Disziplinen 3 452 Punkte sammelte und dabei vier Hallen-Bestleistungen aufstellte. "Das Ziel bleibt aber vorerst, meinen Hausrekord von 6 067 Punkten zu erreichen. An eine Medaille denke ich noch nicht", sagte der für seinen guten zweiten Tag bekannte 24-Jährige. In Führung liegt Weltmeister Bryan Clay (USA/3 616) vor Freiluft-Weltrekordler Roman Sebrle (Tschechien/3 578) und dem Russen Alexej Drosdow (3 551).

"Da heißt es dann alles oder nichts", meinte Kugelstoßerin Kleinert mit Blick aufs Finale, nachdem sie mit einem Sicherheitsstoß im ersten Versuch auf 18,57m in der Qualifikation alles klar gemacht hatte. Erst im letzten Versuch überbot U23-Europameisterin Petra Lammert mit 18,24m die geforderte Qualifikationsweite von 18,20m.

Ein klein wenig zittern mussten auch Lobinger und Schulze, die an 5,70m scheiterten, aber durch ihre blitzsaubere Serie bis 5,65m einen Vorteil gegenüber der vorher oft patzenden Konkurrenz hatten. "Zwischen eins und acht ist jetzt alles möglich", so Bundestrainer Jörn Elberding.

Ausgeschieden sind am Samstag in den Zwischenläufen die beiden 400-m-Läufer Ruwen Faller (Magdeburg/46,67) und Claudia Hoffmann (Potsdam/52,32) sowie Hürdensprinter Mike Fenner, der sich am ersten Hindernis verletzte.

© SID

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