Leichtathletik International
CAS vertagt Entscheidung über Jones-Medaillen

Die Staffelkameradinnen von Marion Jones bei Olympia 2000 müssen weiter den Verlust ihrer Medaillen befürchten. Der Internationale Sportgerichtshof verschob eine Entscheidung.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne hat die Entscheidung darüber vertagt, ob die Staffelkameradinnen von Marion Jones ihre Olympiamedaillen von Sydney 2000 behalten dürfen, die sie zusammen mit dem wegen Dopings disqualifizierten ehemaligen US-Star vor neun Jahren über 4x400m (Gold) und 4x100m (Bronze) gewannen.

Anhörung als nächster Schritt

Der CAS will das Internationale Olympische Komitee (IOC), das die Medaillen neu vergeben möchte, und die Athletinnen zu einer noch nicht terminierten Anhörung einladen. Andrea Anderson, Latasha Colander Clark, Jearl Miles-Clark, Torri Edwards, Chryste Gaines, Monique Hennegan und Passion Richardson hatten den CAS angerufen, weil sie wie Jones ihre Medaillen zurückgeben sollten.

Jones, die nach ihrem späten Doping-Geständnis 2008 wegen Meineids für ein halbes Jahr im Gefängnis saß, hatte 2007 insgesamt fünf Sydney-Medaillen zurückgegeben (dreimal Gold, zweimal Bronze). Am 12. Dezember hatte das IOC entschieden, dass es über 100m erstmals in der Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit keine Siegerin geben wird, da die damalige Zweite Ekaterini Thanou (Griechenland) vier Jahre später ebenfalls wegen Dopingverstößen gesperrt worden war.

Einzel-Medaillen sind verteilt

Gold über 200m hatte das IOC an Pauline Davis-Thompson (Bahamas), Silber an Susanthika Jayasinghe (Sri Lanka) und Bronze an Beverly Mcdonald (Jamaika) vergeben. Im Weitsprung rückte Tatjana Kotowa (Russland) auf den Bronze-Rang von Jones. Die Entscheidung über eine mögliche Neuvergabe der Staffelmedaillen war mit Rücksicht auf das ausstehende CAS-Verfahren vertagt worden.

© SID

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