Leichtathletik International
Heidler und Co. überzeugen auch beim Weltfinale

Gute Leistungen der deutschen Leichtathleten beim Weltfinale in Thessaloniki. Speerwerferin Steffi Nerius belegte bei ihrem Abschied Rang drei, Betty Heidler siegte im Hammerwurf.

Mit 12 000 Dollar Preisgeld endete am Samstag die große Speerwurf-Karriere von Weltmeisterin Steffi Nerius beim Leichtathletik-Weltfinale im griechischen Thessaloniki. "Ich hätte gern noch einmal gewonnen, aber die Kraft war nicht mehr da", meinte die 37 Jahre alte Leverkusenerin, die beim Berliner WM-Gold die siebte Medaille binnen sieben Jahren gewonnen hatte. Diesmal reichten 62,59m zu Rang drei beim Erfolg der russischen WM-Dritten Maria Abakumowa (64,60) über Tschechiens Olympiasiegerin Barbora Spotakova (63,45).

Andere deutsche Leichtathleten setzten ihre Erfolgsserie der Berliner WM am ersten Tag des mit 3,02 Mill. Dollar (2,08 Mill. Euro) dotierten Weltfinales fort. Im Hammerwurf siegte die WM-Zweite Betty Heidler (LG Frankfurt) in Abwesenheit der polnischen Weltmeisterin Anita Wlodarczyk mit 72,03m und kassierte 30 000 Dollar (20 600 Euro). Im Diskuswurf reichten Weltmeister Robert Harting (Berlin) 66,37m zu Rang zwei (20 000 Dollar) hinter Litauens Olympiasieger Virgilijus Alekna (67,63), der bei der WM ohne Medaille geblieben war.

Obergföll verpasst das Podest knapp

Vierte wurden die Olympiadritte Christina Obergföll (Offenburg) mit 62,14m knapp hinter Nerius und im Hammerwurf Betty Heidlers Klubkameradin Kathrin Klaas mit 69,50m (je 7 000 Dollar), Fünfter der WM-Dritte Ralf Bartels (Neubrandenburg/5 000) mit 20,58m im Kugelstoßen. Auf Rang sechs landete im Stabhochsprung mit 4,40m die WM-Vierte Silke Spiegelburg (Leverkusen/4 000) beim Erfolg von Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa (4,80m), die bei der WM an der Anfangshöhe gescheitert war. Diesmal riss die Russin dreimal beim Versuch, ihren Weltrekord um einen Zentimeter auf 5,07m zu schrauben. Nur Vierte wurde Polens Weltmeisterin Anna Rogowska mit 4,50m.

Kenenisa Bekele (Äthiopien), der eine Woche zuvor mit Issinbajewa und der Amerikanerin Sanya Richards (400m) den eine Million Dollar schweren Golden-League-Jackpot geteilt hatte, setzte seine Siegesserie in 8:03,79 Minuten über 3000m fort.

Siegreiche Weltmeister waren beim letzten Weltfinale vor 27 000 Zuschauern im ausverkauften Kaftanzoglio-Stadion neben Bekele drei Amerikaner und ein Russe. Lashawn Merritt dominierte in 44,93 Sekunden über 400m, Kerron Clement in 48,11 über 400m Hürden, Christian Cantwell mit starken 22,07m im Kugelstoßen und im Hochsprung Jaroslaw Rybakow mit 2,34m.

Reese im Weitsprung weiter unschlagbar

Bei den Frauen siegte Brigitte Foster-Hylton (Jamaika) in 12,58 Sekunden über 100m Hürden. Im Weitsprung war die überragende Brittney Reese (USA) mit 7,08m erneut nicht zu schlagen, über 200m rettete Allyson Felix (USA) in 22,29 den Sieg gegen die zeitgleiche Sanya Richards.

Geschlagene Weltmeister waren neben Nerius und Harting auch Südafrikas 800-m-Läufer Mbualene Mulaudzi und die Kenianerin Vivian Cheruiyot über 5000m jeweils als Dritte sowie der britische Dreispringer Phillips Idowu und Bahrains 1 500-m-Läuferin Maryam Yusuf Jamal mit vierten Plätzen.

Sprintstar Usain Bolt (Jamaika) tritt erst am Sonntag über 200m in den Startblock. Über 100m war somit der Weg frei für den WM-Zweiten Tyson Gay (USA), der in 9,88 Sekunden Jamaikas Ex-Weltrekordler Asafa Powell (9,90) schlug.

© SID

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