Leichtathletik International
Schobuchowa stellt neuen Europarekord auf

Lilja Schobuchowa ist bei den russischen Leichtathletik-Meisterschaften in 14:23,75 Europarekord über 5000m gelaufen. In Olympia-Form zeigten sich die Werferinnen.

Der neue 5000m-Europarekord von Lilja Schobuchowa und die Leistungsexplosion der Hochspringerinnen am Schlusstag waren Glanzpunkte der russischen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassan. Schobuchowa unterbot in 14:23,75 Minuten die bisherige Marke der Türkin Elvan Abeylegesse (14:24,68), Siegerin Anna Tschicherowa und Olympiasiegerin Jelena Slessarenko schlossen mit jeweils 2,03m zu Ariane Friedrich (LG Frankfurt) auf, die mit dieser Höhe bisher alleinige Weltranglisten-Zweite hinter Kroatiens Weltmeisterin Blanka Vlasic (2,06) war.

Eine zweite Jahresweltbestzeit nach den 1:54,85 Minuten von Jelena Sobolewa über 800m erzielte Weltrekordlerin Gulnara Samitowa-Galkina in 9:08,22 über 3000m Hindernis. Nicht am Start war auf dieser Distanz Weltmeisterin Jekaterina Wolkowa, denn sie hatte ebenso eine Peking-Wildcard erhalten wie Stab-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa, Weitsprung-Weltmeisterin Tatjana Lebedjewa (auch im Dreisprung dabei nach Sieg mit 14,92m) und Geher-Weltmeisterin Olga Kaniskina.

Über 1500m verbesserte sich Siegerin Tatjana Tomaschowa in 3:59,22 Minuten auf Rang zwei in der Welt hinter Jelena Sobolewa, die bei Olympia offenbar doch nicht das Mittelstrecken-Double wagt.

Die russischen Werferinnen, größte Rivalinnen der deutschen Olympiahoffnunen, zeigten sich gut in Form. Mit dem Hammer lag Gulfija Chanafejewa mit 75,07 m knapp vor Jelena Konewtsewa (74,81). Mit dem Diskus dominierte die nach ihrer Dopingsperre zurückgekehrte Olympiasiegerin Natalja Sadowa 65,46m über Europameisterin Darja Pischtschalnikowa (63,64). Maria Abakumowa siegte im Speerwurf mit 65,71m. Bei den Männern lag Ex-Weltmeister Sergej Makarow mit 84,81m nur knapp vor Ilja Korotkow (84,04).

Im Hochsprung dominierte Jaroslaw Rybakow mit 2,33m, mit dem Stab Hallen-Weltmeister Jewgeny Lukjanenko mit 5,85m und im Weitsprung Tatjana Kotowa mit 6,86m. Für weitere gute Siegerleistungen sorgten über 400m Julia Guschchina in 50,12 Sekunden und Jekaterina Bikert in 54,34 über 400m Hürden. Über 800 m dominierte Olympiasieger Juri Borsakowski in 1:46,59.

Die Titelkämpfe hatten begonnen mit dem 10 000-m-Rekord in 27: 53,12 Minuten durch Sergej Iwanow.

Am 100m-Finale gescheitert war beim Comeback-Versuch mit 39 Jahren die frühere 60m-Hallen-Weltrekordlerin und 400m-Hürden-Olympiasiegerin Irina Priwalowa.

© SID

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