Leichtathletik International
Sprintstar Bolt über Zweifel von Lewis erhaben

Den Sprintstar Usain Bolt lassen die Zweifel von Carl Lewis an seinen Erfolgen kalt. Lewis stellte in Frage, wie der Jamaikaner solche Leistungssteigerungen erreichen konnte.

Die Zweifel von Sprint-Legende Carl Lewis an seinen Leistungen lassen Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt kalt. Es sei ihm egal, was die Leute reden, sagte der Leichtathlet aus Jamaika im Interview mit der FAZ: "Bei manchen habe ich das Gefühl, dass sie eifersüchtig darauf sind, dass jemand Erfolg hat. Wir werden so oft getestet..."

Allein 2008 habe er 30 bis 40 Kontrollen über sich ergehen lassen müssen, berichtete der 22-Jährige, der in Peking jeweils in Weltrekordzeit zu Gold über 100, 200 und 4x100m gelaufen war und im Sommer der Superstar der WM in Berlin (15. bis 23. August) werden soll.

Lewis, neunmaliger Sprint- und Weitsprung Olympiasieger aus den USA, hatte im vergangenen September die Fabel-Weltrekorde von Bolt (9,69 Sekunden über 100m, 19,30 über 200 und 37,10 über 4x100) angezweifelt. "Wenn man bei dem Ruf, den unser Sport gerade hat, nicht in Frage stellt, dass er 10,03 Sekunden in einem Jahr und 9,69 im nächsten läuft, muss man ein Narr sein", sagte Lewis damals.

Bolt: "Ich habe noch nie gesehen, dass Leute es tun"

Das Einzige, was er über Doping wisse, habe er aus dem Fernsehen, sagte Bolt: "Ich habe noch nie gesehen, dass Leute es tun, niemand hat es mir angeboten." Anders als sein Landsmann und Weltrekord-Vorgänger Asafa Powell ist er gegen Gefängnisstrafen für Doper: "Man wird vom Sport ausgeschlossen, das ist hart genug."

Zugleich erzählte Bolt von einer Schattenseite, die sein Erfolg in Peking mit sich gebracht habe. Seitdem dürfe er nicht mehr "so viel Spaß" haben. Eine Zeitung habe ein Foto von ihm beim Tanzen veröffentlicht und eine Riesengeschichte daraus gemacht: "Also musste ich damit aufhören. Die Leute hier in Jamaika haben angefangen darüber zu reden."

Bolt bekräftigte sein Ziel, eine Legende des Sports zu werden, so wie Maradona und Pele: "Ich bin gern verantwortlich dafür, die Leichtathletik zurückzubringen. Das ist nicht schwer. Ich muss einfach ich sein, wie ich bin." Er versprach, noch nicht am Ende seiner Leistungsfähigkeit zu sein: "Vielleicht laufe ich eines Tages 9,4 Sekunden."

© SID

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