Leichtathletik International
US-Meisterschaften im Zeichen der Rekorde

Etliche Jahres-Weltbestmarken gab es bei den US-Meisterschaften der Leichtathleten zu bejubeln. Highlight am Sonntag war unter anderem der Sieg von Justin Gatlin über 100m in 9,93 Sekunden.

In toller Form präsentierten sich die US-amerikanischen Leichtathleten bei den nationalen Titelkämpfen im Carroll-Stadion von Indianapolis. Trotz Regens erzielten die Sportler alleine am Sonntag sechs Jahres-Weltbestmarken. Jeweils 100 000 Dollar für die besten Leistungen der US-Saison erhielten 100-m-Weltrekordler Justin Gatlin und 400-m-Hürden-Star Lashinda Demus. Gatlin hatte schon vor dem 100-m-Sieg in 9,93 Sekunden auf den 200-m-Start verzichtet, Vize-Weltmeisterin Demus steigerte ihre Jahres-Weltbestzeit (53,50) im Finale auf glanzvolle 53,07.

Für die fünf weiteren internationalen Saisonbestmarken sorgten die schnellen Männer. Wallace Spearmon war in 19,90 Sekunden über 200m genau so schnell wie Gatlins 100-m-Co-Weltrekordler Asafa Powell fast zeitgleich bei Jamaikas Titelkämpfen in Kingston, Khadevis Robinson lief die 800m in 1:44,13 Minuten schneller denn je, Tora Harris sprang beim ersten Freiluft-Wettkampf des Jahres mit 2,33m so hoch wie der Russe Iwan Uchow im hessischen Langen, und selbst Gegenwind konnte zwei andere nicht stoppen: Dominique Arnold glänzte in 13,10 über 110m Hürden, Weltmeister Walter Davis mit 17,71m im Dreisprung. Am Vortag hatte es Jahres-Weltbestleistungen gegeben durch Sanya Richards in 49,27 Sekunden über 400m und Kerron Clement, der über 400m Hürden in 47,39 Weltmeister Bershawn Jackson (47,48) schlug.

Große Verlierer der Ausscheidungen für den Weltcup Mitte September in Athen waren nach Zehnkampf-Star Bryan Clay, der sich drei ungültige Versuche im Stabhochsprung leistete, zwei andere Weltmeister: Allan Johnson, der über 110m Hürden viermal WM-Gold gewonnen hat, scheiterte als Fünfter im Halbfinale, und 200-m-Weltmeisterin Allyson Felix verzichtete wegen einer Oberschenkelverletzung auf den Endlauf.

Ebenso wie Gatlin hatte auch Marion Jones nach dem 100-m-Sieg (11,10) - allerdings wegen müder Beine kurzfristig - auf die 200m verzichtet, und machte der WM-Zweiten Rachelle Boone-Smith (22,31) den Weg frei. Auf der gleichen Distanz der Männer forderte dagegen 400-m-Weltmeister Jeremy Wariner die Spezialisten, kam aber hinter Spearmon und Jordan Vaden (19,98) in 20,24 nicht über Rang fünf hinaus. Den Titel auf seiner Spezialstrecke hatte er Andrew Rock (44,45) überlassen.

Erstmals gelang einem Läufer bei US-Meisterschaften das Double über 1 500 und 5000m. Der Ex-Kenianer Bernard Lagat, bei der WM 2007 in Osaka erstmals für die USA startberechtigt, ließ 13:14,32 Minuten auf der langen Distanz 24 Stunden später 3:39,29 folgen.

© SID

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