Leichtathletik Marathon
Deutsche vergeben Olympia-Chance in Hamburg

Beim 23. Hamburg-Marathon hat Europameisterin Ulrike Maisch bei Kilometer 16 aufgegeben und somit die Olympiaqualifikation verpasst. Auch die deutschen Herren hatten keine Chance.

Die Deutschen sind beim 23. Hamburg-Marathon nicht rechtzeitig ins Ziel gekommen. Europameisterin Ulrike Maisch hat ihre Olympiachance mit Aufgabe bei Kilometer 16 höchstwahrscheinlich verspielt, und auch die deutschen Männer haben ihre Chance nicht genutzt. Die 31 Jahre alte Rostockerin hätte für das Peking-Ticket unter 2:30 Stunden laufen müssen und hatte sich nach einer auskurierten Fußverletzung vor dem Hamburg-Start sehr optimistisch gezeigt. Theoretisch könnte sie sich in den kommenden Wochen noch bei einem anderen Rennen für Olympia qualifizieren.

Sieger wurden überraschend die Russin Irina Timofejewa mit neuer Streckenrekordzeit von 2:24:14 Stunden und der Kenianer David Kipkorir Mandago mit der Steigerung auf 2:07:23. Timofejewa steigerte dabei die neun Jahre alte Hamburg-Bestmarke von Katrin Dörre-Heinig (Leipzig), die binnen zwei Wochen ihren Deutschen Rekord an London-Siegerin Irina Mikitenko (Wattenscheid/2:24:14) und ihren Streckenrekord in der Hansestadt an gleich schnelle Russin verlor.

Bester Deutscher war der Spergauer Falk Cierpinski als 22., der seine eigene Bestzeit klar auf 2:15:47 Stunden verbesserte. Allerdings verpasste der Sohn des zweimaligen Olympiasiegers Waldemar Cierpinski die angepeilte Olympia-Norm von 2:13 Stunden. Noch deutlicher galt dies für den deutschen Straßenlaufmeister Martin Beckmann (Leinfelden-Echterdingen).

Mandago (33) feierte in der Hansestadt seinen größten Erfolg auf der 42,195-km-Strecke und entthronte in persönlicher Bestzeit von 2:07:23 Stunden den favorisierten viermaligen Sieger Julio Rey aus Spanien. Für Mandago war es der zweite Marathon-Triumph nach Rom 2006. Hinter dem siegreichen Afrikaner, der Reys Streckenrekord (2:06:52) knapp verpasste, lief in Wilfred Kigen (2:07:46) ein weiterer Kenianer auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Äthiopier Tariku Jufar (2:08:11), während Rekordsieger Rey (2:13: 21) abgeschlagen als 16. mit fast sechs Minuten Rückstand hatte.

Der zweimalige Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski und Sohn Falk sind seit Sonntag inoffizielle `Vater-Sohn-Weltrekordler' im Marathon. Durch die 2:15:47 Stunden von Falk beim Hamburg-Marathon steht die `Vater-Sohn-Bestzeit' nun bei 4:25:42, da Waldemars Bestleistung vom Olympia-Marathon 1976 2: 09:55 beträgt. Bisher wurde der Rekord in 4:27:47 von den Kenianern Peter Koech (2:18:02) und seinem Sohn Patrick Chumba (2:09:45) gehalten.

Das große Ziel von Falk Cierpinski war aber nicht die Bestmarke, sondern die Olympianorm von 2:13:00. Diese verpasste er als 22. um 2:47 Minuten.

© SID

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