Leichtathletik Marathon
Gebrselassie dominiert Berlin-Marathon

Haile Gebrselassie hat den 33. Berlin-Marathon dominiert. Der Äthiopier lief in Jahres-Bestzeit (2:05:56 Stunden) als erster über die Ziellinie, verpasste allerdings den angepeilten Weltrekord.

Zwei seiner drei Ziele hat Haile Gebrselassie beim 33. Berlin-Marathon erreicht. Das Lauf-Idol hat im Alleingang den 33. Berlin-Marathon gewonnen, eine Jahres-Weltbestzeit aufgestellt, den erträumten Weltrekord aber verpasst. "Es war fantastisch, einfach großartig. Ich bin glücklich und sicher, dass ich eines Tages auch den Rekord brechen kann. Die Atmosphäre und der Kurs sind toll." Als Sieger der 33. Auflage des Rennens lief der Äthiopier 2:05:56 Stunden und verfehlte die Bestmarke seines Freundes Paul Tergat (2:04:55) um 1:01 Minuten.

Der Kenianer hatte die Zeit vor drei Jahren an gleicher Stelle erzielt. Gebrselassie verlor diese Richtmarke bei windigen Verhältnissen bei Kilometer 39 aus den Augen, nachdem er fast das ganze Rennen auf Kurs gelegen hatte. Trotzdem ist er nun fünftschnellster Marathonläufer aller Zeiten.

Wami siegt bei den Frauen

Bei den Frauen zog Gebrselassies Teamkollegin Gete Wami einen Schlussstrich unter die japanische Erfolgsserie von sechs Siegen in Serie. Die 10 000-m-Olympiazweite von 2000 lief in 2:21:34 Stunden äthiopischen Rekord und behauptete sich gegen die Kenianerin Salina Kosgei (2:23:22). Die beiden Erstplatzierten kassierten je 50 000 Euro Siegprämie, hinzu kam bei Gebrselassie ein Startgeld von rund 250 000 sowie 30 000 Zeitbonus, Wami bekam zusätzlich 15 000 Euro für ihre Zeit.

Beste Deutsche war die Leverkusenerin Melanie Kraus, die nach ihrem vierten Platz 2005 dieses Mal in 2:35:37 Sechste wurde. Die ehemalige EM-Dritte Sonja Oberem stieg bei ihrem Comeback nach zweijähriger Babypause bei Kilometer 17 aus, weil sie in einer Straßenbahnschiene hängen blieb und eine alte Oberschenkelverletzung aufbrach.

Die Vorjahressieger Philip Manyim (Kenia) und Mizuki Noguchi waren nicht am Start. Die Olympiasiegerin aus Japan musste wegen einer Fußverletzung kurzfristig absagen. Der als Mitfavorit gestartete Sammy Korir (Kenia), in 2:04:56 zweitschnellster Marathonläufer aller Zeiten, stieg bei Kilometer 26 vorzeitig aus.

Insgesamt hatten am Sonntagmorgen rund 40 000 Läufer die gesamten 42,195km in Angriff genommen. Hinzu kamen fast 10 000 Schüler im Mini-Marathon und 8 000 Skater, die bereits am Samstag ihr Rennen absolvierten.

© SID

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