Leichtathletik Marathon
Größtes Marathon-Wochenende des Jahres steht bevor

Beim größten Marathon-Wochenende des Jahres will Haile Gebrselassie in London den Marathon-Rekord des wegen einer Wadenverletzung fehlenden Kenianers Paul Tergat unterbieten. Der Äthiopier ist dafür bestens präpariert.

Haile Gebrselassie scheint für das größte Marathon Wochenende besser denn je präpariert. Der 33 Jahre alte Äthiopier will in London die 2003 in Berlin erzielten 2:04:55 Stunden des diesmal wegen einer Wadenverletzung fehlenden Kenianers Paul Tergat unterbieten. Der zweimalige 10 000-m-Olympiasieger steigerte erst in diesem Jahr die Weltrekorde im Halbmarathon auf 58:55 Minuten und über 25km auf 1:11:37 Stunden.

"Haile hat viel gelernt hinsichtlich Lauftaktik", sagt Tergat, über den kleinen Äthiopier, der sich vergangenes Jahr in Amsterdam beim zweiten Marathon seiner Karriere bis sieben Kilometer vor dem Ziel auf Weltrekordkurs befunden hatte, dann jedoch in 2:06:20 noch um fast eineinhalb Minuten an Tergats Marke scheiterte. "Zuletzt hat mir der Biss gefehlt. Ich brauche mehr Training", sagte damals der viermalige 10 000-m-Weltmeister, der sein Marathon-Debüt im Frühjahr 2002 in London in starken 2:06:35 gegeben hatte.

Gebrselassie ist in London 2:1-Favorit, klar vor dem Marokkaner Jaouad Gharib und dem Kenianer Felix Limo (beide 11:2). Bei den Frauen werden der Olympiadritten Deena Kastor (USA/9:4) die größten Siegchancen eingeräumt, nachdem die britische Weltrekordlerin Paula Radcliffe vor wenigen Tagen absagte.

Hamburg Marathon geht am Sonntag in die 21. Runde

Mit dem dreimaligen Sieger Julio Rey an der Spitze will der Hamburg-Marathon mit rund 28 000 Teilnehmern bei seiner 21. Auflage am Sonntag (9.00 Uhr/live auf N3) weltweit unter die Top zehn vorstoßen. Sollten Rey (Bestzeit 2:07:27) oder ein anderer Sieger unter 2:07:15 Stunden bleiben, würde die Veranstaltung zu den zehn schnellsten City-Marathons weltweit gehören. Konkurrenz bekommt Rey vor allem durch die Kenianer Robert Cheboror (2:06:23) und Fred Kiprop (2:06:47), die Bestzeiten unter 2:07:00 Stunden haben. Bei den Frauen ist Kenias Vorjahressiegerin Edith Masai Topfavoritin, erst Recht nach dem Ausfall von Claudia Dreher (Gänseforth/Virusinfektion).

Robert Cheruiyot (2:07:14) und Rita Jeptoo (2:23:38) hatten am Ostermontag in Boston den ältesten Stadtmarathon der Welt gewonnen und 100 000 bzw. 125 000 Dollar kassiert. Dies kann noch deutlich mehr werden. Nachdem sich Boston, London, Berlin (24. September), Chicago (22. Oktober) und New York (5. November) zu den World Marathon Majors (WMM) zusammengeschlossen haben, dürfen sich die punktbesten Gesamtsieger der Wertung bei den Frauen und Männern eine Million Dollar teilen.

© SID

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