Leichtathletik Marathon
Kenianer Kigen gewinnt Frankfurt-Marathon

Beim Frankfurt-Marathon hatte der Kenianer Wilfred Kigen in einem spannenden Schlussspurt die Nase vorn. "Ich liebe Deutschland", ließ der Triumphator seinen Emotionen nach dem Sieg inklusive Streckenrekord freien Lauf.

Der neue "König von Frankfurt" heißt Wilfred Kigen. Ein halbes Jahr nach seinem zweiten Platz in Hamburg triumphierte der Kenianer beim Marathon in der Bankenmetropole und stellte nach 42,195 Kilometern und 2:08:29 Stunden zugleich einen neuen Streckenrekord auf. In einem dramatischen Finish kam Jason Mbote mit einer Sekunde Rückstand auf Platz zwei. Kigens Cousin Wilson (2:08: 34) machte als Dritter das Familienglück und den kenianischen Dreifach-Sieg perfekt.

"Ich liebe Deutschland", jubelte Kigen nach seinem fulminanten Schlussspurt und versprach unmittelbar nach seinem "Triumphmarsch"über den roten Teppich der Festhalle: "Im nächsten Jahr werde ich auf jeden Fall wiederkommen." Für seinen großen Kampf ("Ich wusste, am Ende wird abgerechnet") wurde der 30-Jährige, der zwischenzeitlich den Kontakt zur Spitze abreißen lassen musste, mit einer Prämie von 35 000 Euro belohnt. Die deutschen Starter hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

Bei den Frauen siegte Alewtina Biktimirowa (2:25:12) ebenfalls mit Streckenrekord. Die Russin verbesserte bei optimalen Bedingungen die Bestmarke der Braunschweigerin Luminita Zaituc um 50 Sekunden. Die belgische Favoritin Marleen Renders (2:26:26) musste ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und sich mit Platz zwei begnügen. Dritte wurde Tola Ruba (2:29:30) aus Äthiopien. Die russischen Zwillingsschwestern Olesia und Jelena Nurgalijewa, im Vorjahr auf Platz eins und zwei, waren ebenso nicht am Start wie die Rostocker EM-Achte Ulrike Maisch (Grippe).

Vorjahressieger Kimaiyo enthront

Titelverteidiger Boaz Kimaiyo verpasste hingegen den Hattrick. Der 30-Jährige hatte nach seiner Verletzung im Frühjahr seine Bestform nicht zur Hand und verpasste bei Kilometer 30 an der "Wiege des Rennens" im Stadtteil Höchst den Anschluss. Drei Siege in Folge waren beim ältesten deutschen Stadtmarathon nur Katrin Dörre-Heinig von 1995 bis 1997 geglückt. Bei den Männern hatte Herbert Steffny dreimal mit Unterbrechungen (1985, 1989, 1991) gewonnen.

"Dieser Marathon ist ein riesiges Event. Da bekommt man schon Gänsehaut", meinte 5000m-Olympiasieger Dieter Baumann, der in einer VIP-Staffel an den Start gegangen war. Über 100 000 Zuschauer säumten die Strecke, davon 7 000 im Ziel in der Frankfurter "Gud Stubb". Zudem feierten die Veranstalter bei der 24. Auflage mit insgesamt 17 110 Startern, darunter 9 130 Läufern und 1 816 Läuferinnen, erneut einen Teilnehmerrekord. Die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr mit 15 879 Startern wurde damit deutlich übertroffen.

© SID

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