Leichtathletik Marathon
Kenianer Kimutai siegt beim Athen-Marathon

2 500 Jahre nach dem ersten Marathonlauf der Geschichte hat der Kenianer Raymond Bett Kimutai den Athen-Marathon gewonnen. Der 26-Jährige siegte beim Jubiläum vor Jonathan Kipkorir.

2 500 Jahre nach dem ersten Marathon der Sportgeschichte gewannen zwei Kenianer die beiden großen Jubiläumsläufe. Auf der klassischen Strecke von Marathon nach Athen siegte am Sonntag Raymond Bett Kimutai, der für den schwierigen Kurs 2:12:40 Stunden benötigte. Kurz zuvor hatte in Frankfurt/Main Wilson Kipsang den Weltrekord des Äthiopiers Haile Gebrselassie in glanzvollen 2:04:57 Stunden nur um 58 Sekunden verfehlt.

Der 28 Jahre alte Wilson Kipsang stürmte in seinem erst zweiten Marathon mit seinem Streckenrekord an Position acht der "Ewigen" Weltrangliste und steigerte seine eigene Bestmarke um 2:16 Minuten. Den ein Jahre alten Streckenrekord verbesserte er um 1:17 Minuten.

Die Zeit von Kipsang, der eine Siegprämie von 15 000 Euro und einen Streckenrekord-Bonus von 75 000 Euro kassiert, ist die drittschnellste Marathon-Zeit des Jahres und die achtbeste überhaupt. Den kenianischen Triumph machte Caroline Kilel als Siegerin mit einem neuen Frauen-Streckenrekord von 2:23:25 Stunden perfekt.

Zweiter hinter Kipsang, im Frühjahr beim Debüt Dritter in Paris, wurde bei idealen äußeren Bedingungen Tadese Tola (2:06:31), der an seinem 23. Geburtstag den zweiten Sieg eines Äthiopiers seit 26 Jahren verfehlte. Mit Platz drei musste sich der Kenianer Elias Chelimo (2:07:04) begnügen. Als bester Deutscher kam Falk Cierpinski (Spergau) auf einen enttäuschenden 31. Platz (2:20:43).

Hinter Frauen-Siegerin Kilel landeten Dire Tune aus Äthiopien (2:23:44) und Agnes Kiprop aus Kenia (2:24:07) auf den weiteren Plätzen. Von den deutschen Spitzenläuferinnen war niemand am Start. In Frankfurt gingen 12 475 Läufer auf die 42,195 Kilometer lange Strecke, insgesamt 22 165 Teilnehmer sorgten für einen neuen Rekord.

In Athen gewann der 26 Jahre alt Raymond Bett Kumutai die 28. Auflage vor seinen Landsleuten Jonathan Kipkorir (2:14:05) und Edwin Kimutai (2:15:21). Die Streckenbestzeit konnte Raymond Bett Kimotai aber nicht knacken. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen hatte der Italiener Stefano Baldini 2:10:55 Stunden benötigt.

Bei den Frauen gewann die Litauerin Rasa Drazdauskaite in 2:31:06 Stunden und stellte ebenfalls eine Bestmarke auf.

Beim Jubiläumslauf in Athen gingen mehr als dreimal so viele Läufer wie üblich an den Start. 12 500 Teilnehmer, davon knapp 3 000 Griechen, begaben sich auf die Spuren des Boten Pheidippides, der im Jahr 490 v. Chr. in zwei Tagen von Athen nach Sparta gelaufen war.

© SID

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