Leichtathletik Marathon
Kirwa läuft beim Frankfurt-Marathon allen davon

Beim 28. Frankfurt-Marathons hat der Kenianer Gilbert Kirwa einen neuen Streckenrekord aufgestellt und Vorjahressieger Robert Cheruiyot auf den zweiten Rang verwiesen.

Mit Streckenrekord hat Gilbert Kirwa die 28. Auflage des Frankfurt-Marathons gewonnen und Kenia den achten Triumph in Folge am Main beschert. Der 24 Jahre alte Wien-Sieger benötigte für die 42,195 Meter lange Strecke 2:06:14 Stunden und blieb 67 Sekunden unter der alten Bestmarke von 2008. "Ich hatte nicht mit einem Sieg gerechnet. Ich wollte eigentlich nur meine persönliche Bestzeit verbessern", sagte Kirwa, der sich neben dem Preisgeld von 15 000 Euro eine Rekordprämie von 75 000 Euro sicherte.

Vorjahressieger Robert Cheruiyot musste seinen Landsmann Kirwa vier Kilometer vor dem Ziel in der Festhalle ziehen lassen und landete in 2:06:23 Stunden auf dem zweiten Platz. Cheruiyots Trainer William Kiplagat (Kenia/2:07:05) wurde bei Temperaturen von 15 Grad Celsius und idealen Bedingungen Dritter.

Steffen Justus schnellster Deutscher im Feld

Als bester Deutscher landete Weltklasse-Triathlet Steffen Justus in 2:18:44 auf dem 24. Rang. Der Saarbrücker hatte im vergangenen Monat in der WM-Serie über die olympische Distanz Platz fünf belegt. "Ich hatte für den Marathon nur fünf Wochen Zeit zur Vorbereitung und hätte nicht gedacht, so schnell laufen zu können", sagte Justus.

Den kenianischen Erfolg beim ältesten deutschen Stadt-Marathon machten mit einem Doppelsieg im Frauen-Rennen Agnes Kiprop (2:26: 57) und Hellen Jemaiyo Kimutai (2:27:50) perfekt. Die Veranstaltung stand auch im Zeichen eines Abschieds: Die große alte Dame Luminita Zaituc (2:35:06) bestritt in Frankfurt ihren letzten Marathon und wurde als beste Deutsche Zehnte.

"Es war ein schöner Abschiedslauf", meinte die 41-Jährige von der LG Braunschweig. Zaituc, vor sieben Jahren EM-Zweite, hatte am Main 2001 und 2003 gewonnen.

Mehr als 12 000 Läufer gingen in "Mainhattan" an den Start

Vorjahressiegerin Sabrina Mockenhaupt aus Köln, die vor drei Wochen das Rennen in ihrer Heimatstadt gewonnen hat, nahm diesmal nur an einem Staffellauf teil. In der Bankenmetropole wurde auch ein Teilnehmerrekord aufgestellt: Insgesamt 12 614 Athleten waren am Sonntagmorgen an der Messe an den Start gegangen.

Renndirektor Jo Schindler schloss es aber aus, statt einem Dutzend afrikanischer Spitzenläufer beispielsweise Weltrekordhalter Haile Gebrselassie (Äthiopien) zu verpflichten. "Das macht keinen Sinn, weil die Gefahr, dass dieser eine Topstar womöglich nicht durchkommt, zu groß ist", erklärte Schindler und meinte: "30 Läufer bei uns bekommen nicht das Startgeld, das Haile in Berlin erhält."

© SID

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