Leichtathletik Marathon
Lauf-Elite trifft sich beim 25. Frankfurt-Marathon

"Seit dem Rennen im letzten Jahr zählen wir in Europa zur absoluten Spitzenklasse", freut sich Renndirektor Jo Schindler auf die 25. Ausgabe des Frankfurt-Marathon am Sonntag. Mit dabei ist die absolute Läufer-Elite.

Am Sonntag (11.00 Uhr) können sich die Veranstalter des Frankfurt-Marathons gleich zweimal freuen: Zum einen wird das silberne Jubiläum des Langstreckenlaufs in der Mainmetropole gefeiert und zum anderen gibt sich die Crème de la Crème des Marathons ein Stelldichein. "Es herrscht bei uns eine gewaltige Vorfreude. Das Feld ist so stark, wie wir es in Frankfurt noch nie hatten. Seit dem Rennen im letzten Jahr zählen wir in Europa zur absoluten Spitzenklasse. Das verpflichtet", sagt Renndirektor Jo Schindler vor der 25. Auflage des ältestens deutschen Stadtmarathons.

Beim ersten Frankfurter Marathon am 17. Mai 1981 begaben sich nur rund 3 000 Läufer auf die 42,195km lange Strecke. Vorbild des damals einzigen deutschen City-Marathons war New York, wo 1976 erstmals Läufer in einer großen Metropole starteten. "Vor dem Marathon in Frankfurt wurde doch nur in einigen Wäldern und auf Wiesen gelaufen. Die Frankfurter Organisatoren leisteten damals Pionierarbeit", sagt Schindler.

25 Jahre später vermeldet der Lauf in der Bankenmetropole, bei dem auch Staffeln, Handbiker und Skater an der Alten Oper starten, mit insgesamt bis zu 18 000 Teilnehmern einen Rekord. Alleine für den Marathon haben sich bislang 10 300 Läufer gemeldet. Rechnet man die erwarteten Nachmeldungen am Wochenende mit ein, könnte laut Schindler sogar das "Allzeithoch" von 11 300 Läufern erreicht werden. Im vergangenen Rekordjahr gingen 10 947 Athleten auf die Langstrecke.

Rotisch tritt in Nagel und kann nicht starten

Absagen musste der Athlet mit der besten Zeit im Feld, der Kenianer Michael Rotisch (2:06:33 Stunden). Der Paris-Sieger trat beim Training am Dienstag barfuß in einen Nagel und kann damit am Sonntag nicht starten.

Damit haben Vorjahressieger Wilfred Kigen und der zweimalige Frankfurt-Sieger Boaz Kimaiyo (beide Kenia) die besten Chancen auf die Siegprämie in Höhe von 10 000 Euro. "Ich bereite mich seit Juli auf den Wettkampf in Frankfurt vor. Ich werde versuchen, wieder ganz vorne mitzulaufen", sagte Kimaiyo, der als erster Läufer seit der deutschen Marathon-Ikone Herbert Steffny (1985, 1989, 1991) dreimal in Frankfurt gewann.

Bei den Frauen rechnet sich die deutsche Hoffnung Claudia Dreher (Gänsefurter Sportbewegung), deren Bestzeit bei 2:27,55 Stunden steht, neben Favoritin Robe Tola aus Äthiopien (2:24,35) Außenseiterchancen aus. "Den Zieleinlauf auf dem roten Teppich in der Festhalle will man als Marathonläufer einfach erleben. Außerdem wollte ich mein Jahr nicht mit der EM abschließen, wo ich schon nach zehn Kilometern Probleme hatte", sagte die EM-Elfte von Göteborg.

Abseits des offiziellen Marathons geht Dieter Baumann, 5 000-m-Olympiasieger 1992 in Barcelona, gemeinsam mit drei Insassen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen im Staffelrennen an den Start. Bei der bundesweit einmaligen Aktion wird ein weiterer Häftling des offenen Vollzugs ein Einzelrennen absolvieren.

© SID

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