Leichtathletik Marathon
Maisch hat Olympia noch im Blick

Ulrike Maisch hat trotz ihres Ausstiegs beim Hamburg-Marathon Olympia noch nicht aus den Augen verloren. Ob sie einen letzten Anlauf wagt, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch musste beim Hamburg-Marathon zwar vorzeitig aufgeben, die Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24. August) hat sie aber noch nicht aus den Augen verloren. Doch die Entscheidung darüber wird laut Trainer Klaus-Peter Weippert erst nach einigen Tagen Erholung fallen. Wenn sich dann zeigen würde, dass die Form grundsätzlich da wäre, würde ein weiterer Versuch vor Ende des Qualifikationszeitraums am 18. Mai Sinn machen, sagt der Rostocker.

Weippert, der nicht mit Ulrike Maischs Scheitern in Hamburg gerechnet hatte und noch immer keine Erklärung für die zum Ausstieg bei Kilometer 16 führenden Probleme hat, sucht nun nach alternativen Startmöglichkeiten. Das Problem: Die einzigen großen Läufe bis Mitte Mai finden jeweils am kommenden Sonntag in Düsseldorf, Hannover und bei den Deutschen Meisterschaften in Mainz statt. Weippert: "Alles etwas kurzfristig. Düsseldorf kommt auch nicht in Frage." Hannover scheidet ebenso aus, weil die Strecke vom Leichtathletik-Weltverband Iaaf nicht offiziell vermessen bzw. anerkannt ist. Auch international gibt es im Mai neben Prag (11.) wenig geeignete Startmöglichkeiten.

Nachdem die Strecke des Köln-Marathons laut Iaaf nun offiziell anerkannt ist, haben derzeit vier Athletinnen die Voraussetzungen zur Olympianominierung geschafft (seit 1. August 2007 erfüllbar): London-Siegerin Irina Mikitenko (Wattenscheid/2:24:14/Deutscher Rekord), 2007 Frankfurt-Siegerin Melanie Kraus (Leverkusen/2:28: 56), die Frankfurt-Fünfte Luminita Zaituc (Braunschweig/2:30:09) und Köln-Siegerin Sabrina Mockenhaupt (Köln/2:29:33).

Während Mockenhaupt signalisiert hat, dass sie den Olympia-Marathon nicht bestreiten möchte, wollen sich am Sonntag noch drei andere in die Diskussion bringen: die frühere EM-Dritte Sonja Oberem (Düsseldorf) und die lange verletzte Claudia Dreher (Burg/Sachsen-Anhalt) in Düsseldorf, wo Kraus und Zaituc ebenfalls starten. Susanne Hahn (Saarbrücken) will in Mainz mit einer Zeit unter 2:30 Stunden deutsche Meisterin werden.

Mockenhaupt versucht am Sonntag wie Wattenscheids 10. 000-m-Europameister im kalifornischen Palo Alto/Stanford, die Olympia-Norm über 10.000m zu schaffen. Diese steht bei den Männern bei 27:50 und bei den Frauen bei 31:40 Minuten. Erfüllungszeitraum ist der 1. August 2007 bis 1. Juni 2008. Beide hatten die Norm vergangenes Jahr nicht geschafft.

© SID

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